Hundsburg
Highlights
- Die Hundsburg ist ein 334,9 Meter hoher Berg in den östlichen Ausläufern des Kellerwalds bei Borken.
- Auf dem Gipfel finden sich Reste ehemaliger Ringwallanlagen und Gräben, möglicherweise von einer Fliehburg der Hallstattzeit.
- 1803–1804 wurden bei Straßenbauarbeiten unterhalb der Hundsburg mehrere Hügelgräber und Bestattungsurnen entdeckt.
Tipps
- Der Berg ist ca. 335 m hoch und bietet im Nordosten Reste ehemaliger Ringwallanlagen.
- Eintritt nur über umliegende Waldwege, festes Schuhwerk empfohlen.
Eigenschaften
Naturerlebnis Gipfelwandern in Hundsburg bei Borken
Die Hundsburg ist ein markanter Berg in den östlichen Ausläufern des Kellerwalds und erhebt sich auf eine Höhe von 334,9 Metern über Normalnull. Gelegen zwischen den Stadtteilen Kerstenhausen und Kleinenglis der Stadt Borken im hessischen Schwalm-Eder-Kreis, bildet sie die Nordflanke der sogenannten Schwalmpforte, durch die die Schwalm aus dem Löwensteiner Grund in die Schwalmaue eintritt. Diese landschaftliche Besonderheit macht die Hundsburg zu einem lohnenswerten Ausflugsziel mit einer Mischung aus Natur, Geschichte und Aussicht. Auf dem Gipfelplateau lassen sich schwache Spuren einer vorchristlichen Besiedlung finden. Im Nordosten wurden Reste ehemaliger Ringwallanlagen und Gräben entdeckt, die möglicherweise auf eine Nutzung als Fliehburg in der Hallstattzeit hindeuten. Funde von Keramikscherben untermauern diese Annahme. Obwohl das Adelsgeschlecht derer von Hund möglicherweise hier seinen ursprünglichen Stammsitz hatte, ist dies nicht nachgewiesen. Schon im 12. Jahrhundert soll eine eventuelle Burganlage aufgegeben worden sein. Erst im Mittelalter wird der Berg urkundlich erwähnt – so kaufte das Kloster Hardehausen in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts den „Wald Hundesburch“ von Ludwig von Homberg. Spätere Urkunden belegen Einkünfte aus dem Bereich der Hundsburg, ohne jedoch von einer Burganlage zu sprechen. Die Deutung der vorhandenen Reste als Burg wird von einigen Historikern bezweifelt. Georg Landau vertrat die Ansicht, dass es sich bei den sichtbaren Gräben eher um Teile einer Landwehr handele, die Anfang des 18. Jahrhunderts noch existierte. Diese Wehranlage zog einst quer durch die Schwalmpforte und verband den Kuhberg mit der Hundsburg. Dennoch sollen noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einige Grundmauern auf dem Berg zu sehen gewesen sein. Beim Bau der Straße von Fritzlar nach Kerstenhausen in den Jahren 1803–1804 wurden unterhalb der Hundsburg mehrere Hügelgräber und Bestattungsurnen entdeckt, was auf eine rege Nutzung des Geländes in der Vergangenheit schließen lässt. Heute lädt die Hundsburg Wanderer und Naturinteressierte mit ihrem Panoramablick und der ruhigen Lage im Naturraum Hessenwald ein. Der Aufstieg ist landschaftlich ansprechend und führt durch Wälder und sanfte Hänge, die besonders im Frühjahr und Herbst farbenfroh zur Geltung kommen. Die umliegende Region bietet weitere lohnenswerte Ziele, etwa die nahegelegenen Orte Fritzlar oder Homberg, die ebenfalls reich an Geschichte sind. Der Berg eignet sich ideal für einen halbtägigen Ausflug in die Natur und lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Die Hundsburg ist somit nicht nur ein landschaftlicher Höhepunkt im Schwalm-Eder-Kreis, sondern auch ein Zeugnis vergangener Epochen. Ob archäologisches Rätsel oder Aussichtspunkt – der Besuch lohnt sich für alle, die Natur und Geschichte gleichermaßen schätzen. Mit ihrer besonderen Lage an der Schwalm und den Spuren einer möglicherweise wehrhaften Vergangenheit bleibt die Hundsburg ein geheimnisvoller Ort inmitten der hessischen Berglandschaft.
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Häufige Fragen zu Hundsburg
Wo liegt die Hundsburg genau?
Quelle: wikipedia
Wie hoch ist die Hundsburg?
Quelle: wikipedia
Gibt es noch sichtbare Reste der Hundsburg?
Quelle: wikipedia
War die Hundsburg ein Stammsitz der Adelsfamilie von Hund?
Quelle: wikipedia