Burlo-Vardingholter Venn
Highlights
- Das Burlo-Vardingholter Venn ist ein 148 ha großes Naturschutz- und FFH-Gebiet in Borken und Rhede.
- Es zählt zu den bedeutendsten Hochmoorresten im Westmünsterland und beherbergt seltene Moorlebensräume.
- Das Gelände grenzt an den Niederlanden an und ist über einen Bohlenweg sowie eine Aussichtsplattform zugänglich.
Tipps
- Das Burlo-Vardingholter Venn eignet sich besonders für ruhige Spaziergänge und Radtouren inmitten seltener Moorlandschaft.
- Die gut angelegten Wege bieten sich für Familien mit Kindern an, die Naturerlebnis und Abenteuer suchen.
- Ein Besuch der Aussichtsplattform lohnt sich, um die regenerierten Moorflächen und die grenznahe niederländische Landschaft zu erkunden.
Eigenschaften
Ausflug Natur Burlo-Vardingholter Venn Borken
Das Burlo-Vardingholter Venn in Borken ist eines der letzten und bedeutsamsten Hochmoore in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Fläche von rund 148 Hektar erstreckt sich das Naturschutzgebiet zwischen den Städten Borken und Rhede direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Es zählt sowohl als Landschaftsschutzgebiet als auch als FFH-Gebiet (Natura 2000) und beherbergt vielfältige Lebensräume, die seltene Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Die Moorentwicklung reicht hier bis in die Urgeschichte zurück, und das Venn zeigt heute verschiedene Entwicklungsstadien vom Hoch- bis zum Niedermoor.
Das Gelände ist durch zahlreiche Schlenken, ehemalige Torfstiche und Feuchtgebiete geprägt, die in den letzten Jahren gezielt renaturiert wurden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die ursprüngliche Moorlandschaft wiederherzustellen und den natürlichen Wasserhaushalt zu stabilisieren. Auf deutscher Seite verlaufen nur wenige Wege durch das Schutzgebiet, die in der Brutzeit für Tiere besonders schonend bewirtschaftet werden. Besucher haben jedoch die Möglichkeit, über die niederländische Seite auf einem Holzbohlenweg den Kernbereich des Moores zu betreten und die Aussichtsplattform direkt an der Grenze zu nutzen.
Das Burlo-Vardingholter Venn beherbergt eine artenreiche Flora, darunter typische Moor- und Sumpfpflanzen, die in renaturierten Teilbereichen gedeihen. Auch seltene Tierarten wie verschiedene Vogel-, Amphibien- und Insektenarten finden hier geeignete Lebensräume. Historisch ist das Venn auch durch die Grenzsteinvermessung von 1765 geprägt, deren „Fürstensteine“ noch heute erhalten sind, wenn auch teilweise schwer zugänglich. Diese Zeugnisse der Geschichte unterstreichen die besondere Bedeutung des Gebiets als natürliche und kulturelle Grenzlandschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Das angrenzende Entenschlatt, ein ehemals von Bruchwald umstandener Heideweiher, ist heute Teil des Schutzgebiets und trägt zur landschaftlichen Vielfalt bei. Auch hier wurden Feuchtflächen und Wiesengebiete in das Naturschutzkonzept integriert, um Lebensräume für Wat- und Wiesenvögel zu erhalten. Die nördliche Randlage des Venns an der deutsch-niederländischen Grenze macht es zu einem besonderen ökologischen Verbindungsglied im regionalen Biotopverbund.
Das Burlo-Vardingholter Venn lädt zu ruhigen Spaziergängen, Wanderungen und Naturbeobachtungen ein. Ob für Familien mit Kindern, Naturliebhaber oder Fotografen – das Moor bietet vielfältige Eindrücke und eine Atmosphäre der Stille und Erholung. Mit seiner hohen ökologischen Bedeutung und landschaftlichen Schönheit ist es ein lohnendes Ausflugsziel in der Region Borken.
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Häufige Fragen zu Burlo-Vardingholter Venn
Was ist das Burlo-Vardingholter Venn?
Quelle: wikipedia
Wie groß ist das Burlo-Vardingholter Venn?
Quelle: wikipedia
Warum ist das Burlo-Vardingholter Venn besonders?
Quelle: wikipedia
Gibt es im Burlo-Vardingholter Venn Wanderwege?
Quelle: wikipedia
Welche historische Bedeutung hat das Venn?
Quelle: wikipedia