Propsteikirche St. Remigius
Highlights
- Die Propsteikirche St. Remigius in Borken ist die älteste Kirche der Stadt und wurde 1433 zum Kollegiatstift erhoben.
- Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche mit spätgotischem Ursprung und neugotischem Chor.
- Seit 1934 trägt sie den Titel Propsteikirche und ist Vorsteher einer Region mit mehreren Kanonikern.
Tipps
- Besuch der Propsteikirche St. Remigius lohnt sich besonders zur Vorweihnachtszeit wegen der Krippe.
- An den Adventssonntagen finden ab 19.00 Uhr besinnliche Gottesdienste statt.
- Die Kirche ist barrierefrei zugänglich und bietet regelmäßig kulturelle und gemeindenahe Veranstaltungen.
Eigenschaften
Über Propsteikirche St. Remigius
Die Propsteikirche St. Remigius in Borken ist die älteste Kirche der Stadt und zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im Kreis Borken. Als katholische Pfarrkirche im Stadtzentrum hat sie eine zentrale Stellung im kirchlichen Leben der Region. Die Erhebung zur Kollegiatkirche im 15. Jahrhundert unterstreicht ihre historische Bedeutung. Johannes Walling, ein gebürtiger Borkener, initiierte die Gründung des Kollegiatstifts und förderte den Bau maßgeblich. Die heutige Kirche vereint verschiedene Baustile: Der Turm stammt aus der romanischen Bauzeit des 12. Jahrhunderts, während der größte Teil des Kirchenraums im spätgotischen Stil errichtet wurde. Im Zuge einer umfassenden Restaurierung im 19. Jahrhundert wurde der Chor im neugotischen Stil erweitert. Der Bau wurde in den 1950er Jahren nach Kriegszerstörungen wieder aufgebaut.
Die Kirche beherbergt eine Vielzahl kunstvoller Ausstattungsgegenstände, darunter mehrere historische Kapellen. Im Norden grenzt die Marienkapelle (ursprünglich Michaelskapelle) aus dem 15. Jahrhundert an den Turm, während sich im Süden die Kreuzkapelle aus dem Jahr 1468 befindet. Die ehemalige Ölbergkapelle im Westen diente bis 1945 als Raum für eine Ölberggruppe und wird heute als Sakristei genutzt. Die Architektur zeichnet sich durch dreigeschiffige Hallenbauweise, Kreuzrippengewölbe auf Rundpfeilern sowie ein fünfteiliges Chorabschluss aus. Die klare räumliche Struktur und die harmonische Proportionierung machen die Kirche zu einem bemerkenswerten Beispiel mittelalterlicher Baukunst in Nordrhein-Westfalen.
Die Propsteikirche erhielt ihren heutigen Status als Propsteikirche im Jahr 1934 durch Bischof Clemens August Graf von Galen. Der Propst leitet die Propsteigemeinde und steht an der Spitze des Kapitels, dem mehrere Kanoniker angehören, die heute überwiegend als Kapläne tätig sind. Die Johanneskirche in unmittelbarer Nähe fungiert als Filialkirche. Die Gemeinde engagiert sich in vielfältiger Weise im gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Neben regelmäßigen Gottesdiensten finden hier auch kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Konzerte, Theateraufführungen und Bildungsangebote. Die Remigius-Bücherei wird von der Gemeinde getragen und bietet verschiedene Veranstaltungen an.
Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt, darunter auch besondere Feiern wie die Erstkommunion oder adventliche Andachten. Gäste berichten von einer gelungenen Atmosphäre auch unter erschwerten Bedingungen wie während der Pandemie. Die Kirche wird zudem für kulturelle Veranstaltungen genutzt, etwa für musikalische Aufführungen oder Theaterprojekte mit regionaler Beteiligung. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Kirche etwa durch ein David-Musical, das mit großem Engagement von Chor, Orchester und Mitwirkenden aufgeführt wurde. Die Kirche beherbergt zudem eine kunstvolle Krippe, die besonders zur Vorweihnachtszeit Besucher anzieht.