Museum der Stadt Borna
Highlights
- Das Museum zeigt Ur- und Frühgeschichte Bornaer Landes seit 2004 im historischen Torhaus mit archäologischen Funden.
- Historische Musikinstrumentenherstellung: Olof Lindholm prägte über ein Jahrhundert die lokale Industriegeschichte ab 1911 durch Familie Weischet.
- Themen wie Bauernkrieg 1524/25, NS-Thingstätten und DDR-Kunst werden durch Quellen und Sonderführungen aufbereitet.
Tipps
- Thematische Sonderführungen wie ‚MOBILITÄT‘ oder ‚Baubezogene Kunst der DDR‘ vertiefen aktuelle Ausstellungen und zeigen Bezüge zur regionalen Kultur- und Sozialgeschichte auf.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Museum Borna: Museum der Stadt Borna
Das Museum der Stadt Borna ist ein lebendiges Zeugnis der regionalen Geschichte, Kultur und Alltagsgeschichte der Stadt Borna und ihrer Umgebung. In seinen Ausstellungen verbindet es spannende Anekdoten mit historischen Fakten und schafft so einen einzigartigen Bezug zur Sozial- und Kulturgeschichte der Region. Besonders hervorzuheben sind die engagierten Museumspädagogen Almut Zimmermann und Thomas Bergner, die mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung Besucher jeden Alters begeistern – von Familien mit Kindern bis hin zu Senioren.
Ein zentraler Schwerpunkt des Museums liegt auf der Ur- und Frühgeschichte des Bornaer Landes. Seit 2004 präsentiert das Obergeschoss des ehemaligen Torhauses eine neu gestaltete Dauerausstellung, die von prähistorischen Funden bis hin zur Entwicklung der Feldgärtnerei erzählt. Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Einblick in die frühe Besiedlung der Region und zeigt, wie sich das Leben hier über Jahrtausende verändert hat. Ergänzt wird dies durch archäologische Funde, die Einblicke in das tägliche Leben vergangener Epochen geben.
Ein weiteres Highlight ist die Firmengeschichte der Musikinstrumentenherstellung in Borna, die eng mit dem Namen Olof Lindholm verbunden ist. Über ein Jahrhundert lang wurden in der Stadt hochwertige Instrumente produziert, bevor die Harmoniumfabrik 1911 von der Familie Weischet übernommen wurde. Diese Tradition wird im Museum lebendig gehalten, etwa durch Sonderführungen oder thematische Vorträge, die die Verbindung von Handwerk, Kunst und regionaler Wirtschaftgeschichte aufzeigen.
Das Museum der Stadt Borna lebt von einem vielfältigen Programm, das über reine Ausstellungen hinausgeht. Regelmäßig finden Führungen zu besonderen Themen statt, etwa zu historischen Ereignissen wie dem Bauernkrieg von 1524/25 in den Ämtern Borna und Altenburg oder zu aktuellen Projekten wie der Tagebauarchäologie im Abbaufeld Peres. Auch das Rittergut Zedtlitz, dessen Ersterwähnung bis in die frühe Neuzeit zurückreicht, wird in Sonderführungen thematisiert. Zudem bietet das Museum pädagogische Angebote wie Actionbound-Stadtrundgänge oder Ferienprogramme für Kinder, die spielerisch Geschichte erlebbar machen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Dokumentation und Restaurierung von Schriftgut und historischen Objekten. Die Fotothek des Museums bewahrt nicht nur Bilddokumente, sondern auch archivierte Unterlagen, die Einblicke in das Leben der Bornaer Bevölkerung geben. Restaurierungsprojekte und die Pflege von Sammlungen sichern das kulturelle Erbe für zukünftige Generationen. Zudem lädt das Museum mit Veranstaltungen wie dem Internationalen Museumstag oder dem Adventsführung zu einem aktiven Austausch ein und zeigt, wie Geschichte heute interpretiert und erlebt wird.