Parks & Gärten

In der Roten Maar

53919 Weilerswist

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet 'In der Roten Maar' in Weilerswist umfasst eine feuchte Gelaendesenke mit seltenen Pflanzengesellschaften.
  • Es schützt Lebensräume wie Bruch- und Sumpfwälder sowie Brutplätze für Amphibien und Vögel.
  • Im Gebiet kommen gefährdete Arten wie der Springfrosch und der Mäusebussard vor.

Tipps

  • Das Gelände ist besonders nass und weich – feste Schuhe werden empfohlen.
  • Ein Besuch lohnt sich vor allem für Beobachter von seltenen Amphibien und Wasservögeln.
  • Die gut ausgebauten Vorflutgräben bieten Lebensraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Eigenschaften

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Über In der Roten Maar

Das Naturschutzgebiet „In der Roten Maar“ liegt im nordrhein-westfälischen Weilerswist im Kreis Euskirchen. Es zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsformen der Region und wurde bereits im Jahr 1994 rechtswirksam als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Das Areal umfasst eine feuchte Gelaendesenke nördlich des großen Waldkomplexes zwischen Metternich und Dobschleiderhof, die über weite Teile des Jahres unter Wasser steht. Diese besondere hydrologische Lage begünstigt seltene und gefährdete Pflanzengesellschaften sowie Lebensräume, die für den Schutz bedrohter Tierarten von Bedeutung sind.

Das Gelände zeichnet sich durch ein vielfältiges Mosaik aus Feuchtwaldstrukturen aus, darunter nahezu intakte Bestände aus Grauweiden und Faulbäumen, Reste von Erlen- und Moorbirkenbruchwald sowie alte Pappel- und Silberweidenforste mit sumpfigem Unterwuchs. Die Grabensysteme, die das Gebiet durchziehen, sind zum Teil dauerhaft wassergefüllt und bieten Lebensraum für verschiedene Amphibienarten. Mehrere Entenbrutkästen wurden entlang der breiteren Gräben errichtet. Im Süden schließt sich ein Streifen aus Espen an, der in einen feuchten Birken-Eichen-Wald mit Pfeifengras übergeht. Nach Westen folgt ein Mischbestand aus Kiefern, Birken und Eichen mit viel Totholz. Der Waldübergang im Norden ist artenreich und wird durch Sträucher wie Schlehe, Haselnuss und Pfaffenhuetchen geprägt.

Das Gebiet erfüllt hohe ökologische Funktionen, insbesondere als Biotop für Amphibien und Vögel. Der Springfrosch, eine nach NRW-Rotlistenbewertung vom Aussterben bedrohte Art, gilt hier als planungsrelevant. Auch der Mäusebussard sowie die Weidenmeise sind im Bereich des Naturschutzgebiets nachgewiesen. Die Vielfalt an Biotoptypen umfasst unter anderem Bruch- und Sumpfwaldtypen sowie verschiedene Laub- und Nadelwaldformen. Zu den charakteristischen Pflanzenarten gehören unter anderem der Faulbaum, die Gelbe Schwertlilie, der Gemeine Gilbweiderich sowie verschiedene Weiden- und Birkenarten. Hinweise auf Lebensraumtypen gemäß § 20c des Landschaftsgesetzes NRW unterstreichen die besondere Bedeutung des Gebiets für den Naturschutz.

Die Fläche des Naturschutzgebiets beträgt etwa 12,18 Hektar und umfasst eine zusammenhängende Teilfläche. Trotz teilweise nicht funktionstüchtiger Entwässerungsgräben bleibt die Feuchtigkeit im Gelände über weite Zeiträume erhalten, was die ökologische Wertigkeit des NSG „In der Roten Maar“ weiterhin sichert. Die Schutzmaßnahmen orientieren sich an den Anforderungen des Landschaftsgesetzes und zielen auf die Erhaltung der seltenen Biotope sowie der hier lebenden Tier- und Pflanzenwelt ab.

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