Kirche/Kloster

Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)

Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover-Herrenhausen-Stöcken

Highlights

  • Die VELKD wurde 1948 in Eisenach als Zusammenschluss sieben EKD-Landeskirchen gegründet und bekennt sich zu Luther und der Augsburger Konfession.
  • In Hannover-Herrenhausen-Stöcken vernetzt die VELKD lutherische Kirchen; hier fand 1948 die Erste Allgemeine Evangelisch-Lutherische Konferenz statt.
  • Hans Meiser wurde 1948 zum ersten Leitenden Bischof der VELKD gewählt und prägte die Kirche bis 1955.

Tipps

  • Die Geschichte der VELKD wird in einer Chronik mit historischen Bildern dokumentiert, die Einblicke in die Gründung und Entwicklung der Kirche ab 1948 bietet.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern die Teilnahme an Gottesdiensten und Veranstaltungen ohne Hindernisse durch die Architektur.
  • Die Nähe zu historischen Orten wie Eisenach oder Wittenberg bietet Anknüpfungspunkte für thematische Besuche zur reformatorischen Tradition der VELKD.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Evangelisch-lutherische Kirche Herrenhausen-Stöcken Hannover

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) in Hannover-Herrenhausen-Stöcken ist ein bedeutender Ort der lutherischen Kirchenfamilie und ein zentraler Knotenpunkt für ökumenische und theologische Arbeit. Gegründet 1948 in Eisenach als Zusammenschluss sieben evangelisch-lutherischer Landeskirchen, die sich auf den Kleinen Katechismus Martin Luthers (1529) und die Augsburger Konfession (1530) besinnen, verkörpert sie die historische Kontinuität lutherischer Tradition. Die VELKD entstand aus der Ersten Allgemeinen Evangelisch-Lutherischen Konferenz, die bereits 1948 in Hannover tagte und als Meilenstein für die Vernetzung lutherischer Kirchen gilt. Als erste lutherische Bischofskonferenz ebnete sie den Weg für eine gemeinsame Leitungsstruktur, die bis heute prägt.

Der Standort in Hannover-Herrenhausen-Stöcken verweist auf die regionale Verankerung der VELKD, die sowohl Kirchen aus der Bundesrepublik als auch der DDR umfasste. Die Chronik des Verbandes bietet Einblicke in seine (Vor-)Geschichte, darunter die Bedeutung der VELKD in der DDR und die Rolle der Landeskirchen im geteilten Deutschland. Besonders hervorgehoben wird die Verfassung der VELKD, die seit 1945 in mehreren Entwürfen weiterentwickelt wurde. Als erster ordentlicher Leitender Bischof wurde Hans Meiser gewählt, der zuvor als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wirkte und später auch die VELKD prägte.

Die VELKD steht für ökumenische Dialoge und theologische Bildung. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Studienkursen für Kirchenleitende der mittleren Ebene, die die Vernetzung und Weiterbildung von Verantwortlichen fördern. Zudem engagiert sich der Verband in internationalen Gremien wie dem Lutherischen Weltkonvent, dessen erste Tagung 1948 in Eisenach stattfand. Diese Plattform stärkt die globale Zusammenarbeit lutherischer Kirchen und unterstreicht die historische Verantwortung der VELKD als Brückenbauer zwischen Konfessionen.

Als sakraler und theologischer Ort verbindet die VELKD in Hannover-Herrenhausen-Stöcken Tradition und Gegenwart. Sie erinnert an die reformatorischen Wurzeln des Protestantismus und setzt sich für eine gemeinsame Zukunft aller lutherischen Gemeinden ein. Die Arbeit des Verbandes – von der Kirchenleitung bis zur ökumenischen Zusammenarbeit – macht ihn zu einem wichtigen Referenzpunkt für alle, die sich für lutherische Identität und christliche Einheit interessieren.

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