Mühlen-Berg
Highlights
- Am Braaker Mühlenweg in Bosau stand eine 1527 erbaute Wassermühle, die bis 1852 Mühlenzwang für umliegende Dörfer ausübte.
- Die Woltersmühle, erstmals 1197 urkundlich erwähnt, gehörte zum Karthäuser Kloster und galt als einträgliche Einnahmequelle.
- Joachim Scharbau erweiterte den Mühlenbetrieb um eine Windmühle und eine Brennerei, das Mühlenende kam 1910.
Tipps
- Besucher können die historischen Mühlenreste entlang des Mühlenwegs in Braak erkunden, darunter die Fundamente der ehemaligen Braaker Wassermühle aus dem 16. Jahrhundert.
- Ein Spaziergang zum Neudorfer Graben lohnt sich, um die historische Lage der Mühle vor Ort zu verstehen und die ehemalige Mühlengasse zu sehen.
- In der Nähe der Woltersmühle in Süsel lässt sich die Landschaft rund um den Woltersteich und den Döbel-See für Wanderungen nutzen.
Eigenschaften
Ausflug Natur Berg Gipfel Mühlen-Berg Bosau
Der Mühlen-Berg ist ein markanter Berggipfel in der Gemeinde Bosau, gelegen im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Er erhebt sich in unmittelbarer Nähe zur Schwartau, einem Fluss, der seit dem frühen Mittelalter für den Betrieb zahlreicher Wassermühlen bekannt ist. Diese enge Verknüpfung von Landschaft und Mühlenwesen prägte die Region maßgeblich und hinterließ bis heute sichtbare Spuren in Form von historischen Gebäuden und ehemaligen Mühlenstandorten.
In unmittelbarer Umgebung des Mühlen-Bergs befand sich eine der bedeutenden historischen Mühlen: die Braaker Mühle. Diese wurde am Zusammenfluss des Neudorfer Grabens mit der Schwartau errichtet und war bis ins 19. Jahrhundert aktiv. Sie unterlag einem Mühlenzwang, dem die Bewohner der umliegenden Dörfer wie Braak, Neudorf oder Bockholt unterworfen waren. Ein Teil der Mühlengebäude ist heute noch erhalten und steht direkt neben dem ehemaligen Abfluss des Mühlenteiches. In unmittelbarer Nähe wurde später auch eine Windmühle errichtet, die jedoch einige Jahrzehnte später wieder abgerissen wurde.
Ein weiterer bedeutender Mühlenstandort in der Region war die Woltersmühle, urkundlich bereits im späten 12. Jahrhundert erwähnt. Diese Mühle war mit mehreren Gebäuden und einem Krug verbunden und unterlag ebenfalls einem Mühlenzwang für eine Vielzahl umliegender Orte. Der Müller besaß das Staurecht an der Schwartau, wodurch er die Wasserkraft für den Mühlenbetrieb sichern konnte. Um unabhängiger von der Wasserführung zu sein, wurde im Laufe der Zeit auch eine Windmühle errichtet. Die Woltersmühle blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert in Betrieb, ehe sie endgültig stillgelegt wurde. Das stattliche Mühlengebäude ist heute unter Denkmalschutz gestellt und beherbergt ein Hotel.
Auch die Gleschendorfer Mühle spielte eine Rolle in der regionalen Geschichte. Sie wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt und unterlag einem Mühlenzwang für mehrere umliegende Dörfer. Im Zuge ihres Betriebs wurde sogar eine Brücke über die Schwartau genehmigt, für deren Nutzung eine Gebühr erhoben wurde. Diese Brücke war eng mit dem Mühlenbetrieb verbunden und verdeutlicht, wie stark die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung mit dem Mühlenwesen verzahnt war.
Der Mühlen-Berg selbst ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte. Die landschaftlich reizvolle Lage inmitten einer von Mühlen geprägten Region macht ihn zu einem lohnenswerten Gipfel in Schleswig-Holstein. Wanderer können nicht nur die schöne Natur genießen, sondern auch die Spuren einer einst florierenden Mühlenlandschaft erkunden, die das Bild der Region über Jahrhunderte bestimmte.
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Häufige Fragen zu Mühlen-Berg
Wo lag die Braaker Mühle und wann wurde sie erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche Funktion hatte die Woltersmühle und wem gehörte sie historically?
Quelle: wikipedia
Gab es neben Wassermühlen auch Windmühlen in der Region um Bosau?
Quelle: wikipedia
Welche Orte unterlagen dem Mühlenzwang der Braaker Mühle?
Quelle: wikipedia