Kirche/Kloster

Prot. Pfarramt Pirmasens-Mitte - Johanneskirche

Luisenstraße 3, 66953 Pirmasens

Highlights

  • 1750–1758: Reformierte Johanneskirche durch Obrist-Leutnant Johann Wilhelm Grandfils Engagement erbaut.
  • 1958: Nach Zerstörung Notkirche als Provisorium bis zum Wiederaufbau der Johanneskirche genutzt.
  • 1963: Steinmeyer-Orgel mit 35 Registern und später barrierefreier Zugang sowie Konzertflügel ergänzt.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Pfarramtsgeländes zur Verfügung.
  • Die Johanneskirche wurde zwischen 1750 und 1758 durch den finanziellen und persönlichen Einsatz des Obristen-Leutnants Johann Wilhelm Grandfil errichtet.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht den Besuch der Kirche auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales: Johanneskirche Pirmasens-Mitte

Das Protestantische Pfarramt Pirmasens-Mitte – Johanneskirche ist ein historisch bedeutsames Sakralgebäude im Herzen der Stadt und ein zentraler Ort für die evangelische Gemeinde. Der Bau der reformierten Kirche zwischen den Jahren 1750 und 1758 geht maßgeblich auf den Einsatz des Obristen-Leutnants Johann Wilhelm Grandfil zurück, der sowohl persönlich als auch finanziell die Errichtung vorantrieb. Die Johanneskirche prägt bis heute das Stadtbild und verkörpert den reformierten Glauben in Pirmasens.

Nach der Auflösung der Garnison im Jahr 1790 und den Folgen der französischen Revolution erlebte die Region eine Phase wirtschaftlicher Not. Dennoch blieb die Johanneskirche ein Ort der Stabilität und des Zusammenhalts. Im Jahr 1818 vollzog sich in der Pfalz die Kirchenunion zwischen Lutheranern und Reformierten, die auch die Gemeinde in Pirmasens prägte. Die Kirche entwickelte sich zu einem Symbol des ökumenischen Miteinanders und der religiösen Vielfalt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Johanneskirche schwer beschädigt. Als Notlösung wurde im Pfarrgarten eine vom Ökumenischen Rat der Kirchen gestiftete Notkirche aufgestellt, die bis zum Wiederaufbau 1958 als Versammlungsort diente. Dieser Wiederaufbau markierte einen neuen Abschnitt für die Gemeinde und die Stadt. Seitdem ist die Johanneskirche nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen und musikalische Darbietungen.

Die musikalische Ausstattung der Kirche wurde in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erweitert. Eine Steinmeyer-Orgel mit 35 Registern bereichert seit 1963 die Kirchenmusik, und ein großer Konzertflügel ergänzt das Angebot. Zudem wurde der Zugang barrierefrei gestaltet, um allen Besucherinnen und Besuchern den Zutritt zu ermöglichen. Der rollstuhlgerechte Parkplatz am Standort unterstreicht das Engagement der Gemeinde für eine inklusive und zugängliche Kirche.

Die Johanneskirche ist heute ein lebendiger Ort der Spiritualität, des Austauschs und der Kultur. Sie verbindet historische Tradition mit moderner Offenheit und steht allen offen, die sich für Glauben, Musik und Gemeinschaft interessieren. Als Teil des protestantischen Pfarramts in Pirmasens-Mitte bleibt sie ein wichtiger Bezugspunkt für die evangelische Gemeinde und die Stadtgesellschaft.

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