Denkmal/Gedenkstätte

Ehrenmal Zeche Vereinigte Präsident 1936

Wanner Str. 20, 44809 Bochum

Highlights

  • Die Zeche Vereinigte Präsident in Bochum wurde 1844 eröffnet und zählte zu den ersten Bergwerken im Ruhrrevier.
  • 1936 wurde auf dem Friedhof Hamme ein Ehrenmal für 28 Bergleute errichtet, die bei einer Schlagwetterexplosion ums Leben kamen.
  • Das Bergwerk förderte bis 1944 Steinkohle, zuletzt als einer der wenigen Zechen im Ruhrgebiet kriegsbedingt komplett aufgegeben.

Tipps

  • Gedenktafel an der Hofsteder Straße informiert über die Geschichte der Zeche.
  • Ehemaliges Bergwerksgelände in Bochum ist heute ein historischer Ort im Ruhrrevier.
  • Zeche Vereinigte Präsident war bis 1944 aktiv und zählt zu den frühesten Tiefbauschächten der Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ehrenmal Zeche Vereinigte Präsident 1936

Das Ehrenmal Zeche Vereinigte Präsident 1936 erinnert in Bochum an die Bergleute, die bei einer schweren Schlagwetterexplosion im Jahr 1936 ihr Leben verloren. Es steht als Mahnmal für die hohen Opfer, die der Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet forderte. Die Gedenkstätte befindet sich im Stadtteil Seilfahrt und ist Teil der historischen Erinnerungskultur des Ruhrreviers. Die Zeche Vereinigte Präsident zählt zu den ältesten Bergwerken im westfälischen Teil des Ruhrgebiets und wurde erstmals 1844 in Betrieb genommen.

Die Zeche Vereinigte Präsident war ein bedeutendes Bergbauunternehmen in Bochum und gehörte zeitweise zu den größten Zechen des Reviers. Zu ihrem historischen Umfeld zählten mehrere Schächte sowie eine Kokerei, die über Jahrzehnte aktiv war. Die Anlage verfügte über Anschlüsse an verschiedene Eisenbahngesellschaften und spielte eine wichtige Rolle im lokalen Verkehr und der industriellen Entwicklung. Im Jahr 1929 erreichte die Zeche ihre höchste Förderleistung, mit fast 865.000 Tonnen Steinkohle, abgebaut von rund 2.500 Beschäftigten.

Die Tragödie vom 31. August 1936 forderte 28 Todesopfer und führte zur Errichtung des Ehrenmals auf dem Friedhof Hamme. Es symbolisiert nicht nur den Verlust einzelner Bergleute, sondern steht exemplarisch für die Gefahren, denen Zechenarbeiter im Ruhrgebiet tagtäglich ausgesetzt waren. Die Gedenkstätte erinnert an die menschlichen Opfer der industriellen Arbeitswelt und trägt zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Bergbaus bei. Darüber hinaus wurde auf der Zeche in tiefer Schicht ein bedeutendes Spurenfossil entdeckt, das heute im Deutschen Bergbau-Museum Bochum zu sehen ist.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Zeche Vereinigte Präsident durch Bombenangriffe stark beschädigt. 1944 wurde der Betrieb eingestellt, später erfolgte nur noch eine begrenzte Eigenbedarfsförderung. Die Zeche zählt zu den wenigen Bergwerken im Ruhrgebiet, die aufgrund von Kriegsschäden endgültig aufgegeben wurden. Bis 1966 wurde noch Wasserhaltung betrieben, ehe auch dieser Betrieb endgültig eingestellt wurde. Das Ehrenmal bleibt ein stilles Zeugnis dieser industriellen Vergangenheit und erinnert an die Menschen, die unter Tage ihr Leben gaben.

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