Parks & Gärten

Heronger Buschberge, Wankumer Heide

47669 Wachtendonk

Highlights

  • Es beherbergt gefährdete Arten und Lebensräume wie Feuchtheiden, Trockenheiden sowie seltene Pflanzen wie Lungenenzian und Orchideen.
  • Das Gebiet dient als Biotopvernetzung zwischen dem NSG Krickenbecker Seen und der Niersniederung und schützt unbelastete Quellbäche.

Tipps

  • Ruhe und Natur genießen – das Gebiet ist besonders für Spaziergänge und Beobachtungen von seltenen Pflanzen- und Tierarten geeignet.
  • An mehreren Stellen entlang der Müllemer Straße gibt es gut ausgebauten Wanderwege, die einen leichten Zugang zu den Naturschutzflächen bieten.
  • Bei Besuchen auf eigene Gefahr – keine offiziellen Parkplätze oder Einrichtungen vor Ort.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Heronger Buschberge, Wankumer Heide

Das Naturschutzgebiet Heronger Buschberge, Wankumer Heide liegt im nordrhein-westfälischen Wachtendonk im Kreis Kleve. Es erstreckt sich östlich der B 221 und umfasst die Heronger Buschberge sowie Teilbereiche der Wankumer Heide südlich des Erholungsschwerpunktes „Blaue Lagune“. Im Süden des Gebietes verläuft die Grenze entlang der Mitte des Flusslaufes der Nette zwischen Poelvensee und Nettemühle. Das Schutzgebiet wurde erstmals in den Jahrzehnten vor der Gegenwart unter Naturschutz gestellt und später angepasst. Mit einer Fläche von über 600 Hektar zählt es zu den größeren Naturschutzgebieten der Region.

Im Zentrum des Schutzgebiets stehen verschiedene Wald- und Offenlandkomplexe im Fokus des Naturschutzes. Dazu gehören unterholz- und krautreiche, zum Teil feuchte Waldflächen sowie nährstoffarme Birkenbruchwälder, trockene und feuchte Heideflächen, Gagel-Hangmoore, Nass- und Feuchtwiesen sowie quellige Bachauen. Zu den natürlichen Biotopvernetzungselementen zählen die weitgehend unbelasteten Quellbäche Schürkesbach, Weyersbach und Römerbach. Diese Fließgewässer verbinden das Naturschutzgebiet mit dem benachbarten „Krickenbecker Seen“ im Kreis Viersen und der mittleren Niersniederung. Ziel ist es, naturnahe Laubwälder mit unterschiedlichen Altersstufen und Wuchsklassen zu entwickeln, inklusive der Alt- und Totholzphasen.

Das Gebiet erfüllt zahlreiche Schutzzwecke: Es dient dem Erhalt schutzwürdiger Biotope, der Vielfalt an Lebensräumen und der besonderen landschaftlichen Eigenart der Region. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erhaltung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie wertvoller Böden, die als Archive der Natur- und Kulturgeschichte fungieren. Zu den schützenswerten Lebensräumen gehören unter anderem Feuchtheiden und Trockenheiden. Auch die Lebensräume für Amphibien, Libellen sowie seltene Pflanzenarten wie der Lungenenzian und verschiedene Orchideenarten sind von Bedeutung. Als Teil eines europäisch bedeutsamen Schutzgebiets nach der FFH- und Vogelschutzrichtlinie trägt das Areal zur Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustands der dort vorkommenden Lebensräume bei.

Das Naturschutzgebiet ist landschaftlich vielseitig und bietet Spaziergängen im Rahmen respektvollen Naturgenusses Raum. Dabei ist zu beachten, dass das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist und entsprechende Regelungen gelten, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Besucher berichten von einer schönen, abwechslungsreichen Umgebung, die sich gut für ruhige Wanderungen eignet. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass sonntags Rasen im Naturschutzgebiet nicht geduldet wird. Naturinteressierte finden hier ein authentisches Stück ungestörter heimischer Natur vor.

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