Zeche Zollverein Schacht 3/7/10
Highlights
- Die Zeche Zollverein Schacht 3/7/10 in Essen war bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk und ist heute Teil des UNESCO-Welterbes.
- Das Gelände beherbergt Kultureinrichtungen und die Folkwang Universität der Künste und gilt als Architekturdenkmal.
- Schacht 3/7/10 wird aktuell als Eventlocation mit begehbarem Förderturm und Grillmöglichkeiten genutzt.
Tipps
- Der begehbare Förderturm bietet einen einmaligen Blick über das Gelände und die Stadt – ein lohnenswertes Erlebnis für Besucher, die etwas Besonderes suchen.
- Für Grill- und Outdoor-Events steht das Gelände mit eigenem Konzept zur Verfügung – ideal für private Feiern oder Firmenveranstaltungen mit bis zu 200 Gästen.
Eigenschaften
Über Zeche Zollverein Schacht 3/7/10
Die Zeche Zollverein Schacht 3/7/10 in Essen ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk und zählt heute zu den bedeutenden Industriedenkmälern des Ruhrgebiets. Gelegen im Stadtbezirk VI, unweit der bekannten Schachtanlagen XII und 1/2/8, befindet sich die Anlage im Essener Stadtteil Katernberg. Ursprünglich als Teil des größten zusammenhängenden Bergwerksgeländes in Deutschland erbaut, hat sich der Standort Schacht 3/7/10 in den letzten Jahren zu einem Veranstaltungsort mit historischem Flair entwickelt. Das Fördergerüst und das umliegende Areal sind architektonisch und kulturhistorisch von großer Bedeutung und bieten Besucher:innen authentische Einblicke in die industrielle Vergangenheit der Region.
Die Geschichte des Standorts reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert, als Franz Haniel die Zeche Zollverein initiierte. Die Anlage Schacht 3/7/10 spielte im Laufe der Jahrzehnte eine untergeordnete, aber dennoch wichtige Rolle im komplexen Fördersystem der Zollverein. Nach dem Ende der Kohleförderung wurde das Gelände zunehmend für kulturelle und gesellschaftliche Zwecke genutzt. In den letzten drei Jahrzehnten fanden hier unter anderem Firmenevents, Hochzeiten und kreative Feiern statt, die den Ort zu einem lebendigen Teil der Essener Kulturlandschaft machten. Inzwischen wurde der Veranstaltungsbetrieb eingestellt, das Areal bleibt jedoch erhalten und soll zukünftig mit neuen Konzepten weitergeführt werden.
Besucher:innen berichten von beeindruckenden Erlebnissen, etwa dem Frühstück oder Essen auf dem Förderturm, das sowohl kulinarisch als auch optisch überzeugt. Die 167 Stufen bis zur Aussichtsplattform lohnen sich laut mancher Besucher:in mit Blick über das Ruhrgebiet. Neben den gastronomischen Angeboten wird auch das industrielle Ambiente geschätzt, das den Wandel des ehemaligen Bergwerksviertels sichtbar macht. Das Gelände dient heute nicht nur als Veranstaltungsort, sondern auch als Denkmal für die industrielle Ära und als Zeugnis des sozialen und städtebaulichen Wandels im Ruhrgebiet.
Ein besonderes Highlight ist der begehbare Förderturm, der zum Schacht 3/7/10 gehört und damit eine seltene Ausnahme unter den Industriebauten der Region darstellt. Die Lage des Standorts im Stadtteil Katernberg, direkt am Handwerkerpark, macht ihn leicht zugänglich und bietet gleichzeitig einen Kontrast zur nahegelegenen Kokerei Zollverein sowie den anderen Schachtanlagen. Die Parkplatzsituation wird von Besucher:innen als verbesserungswürdig bewertet, was bei der Planung eines Besuchs berücksichtigt werden sollte.