Wasserschloss Wittringen
Highlights
- Wasserschloss Wittringen in Gladbeck ist ein historisches Schloss aus dem 13. Jahrhundert mit mittelalterlichen Wurzeln.
- Heute beherbergt es ein Museum und ein Restaurant und steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
- Das Schlossgelände umfasst eine Schlossinsel und eine Vogelinsel, verbunden durch eine Brücke über eine breite Gräfte.
Tipps
- Das Schlossmuseum ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags geöffnet, Eintrittskarten gibt es am Kassenhäuschen vor Ort.
- Das Restaurant im Schloss bietet regionale und internationale Gerichte, eine Reservierung ist für größere Gruppen empfehlenswert.
- Die Schlossinsel lässt sich gut zu Fuß erkunden, der Weg führt über eine historische Zugbrücke zur Vogelinsel.
Eigenschaften
Über Wasserschloss Wittringen
Das Wasserschloss Wittringen in Gladbeck zählt zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten Nordrhein-Westfalens. Es liegt am südwestlichen Rand der Freizeitstätte Wittringen und ist ein markantes Beispiel mittelalterlicher Burgenarchitektur, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaut, diente es einst als Rittersitz und wurde im Zuge wechselnder Besitzer immer wieder verändert und modernisiert. Heute steht das Schloss unter Denkmalschutz und beherbergt ein Museum sowie ein Restaurant.
Die Anlage erstreckt sich auf einer nahezu rechteckigen Schlossinsel, die über eine Brücke mit einer kleineren, sogenannten Vogelinsel verbunden ist. Beide Inseln sind von einer breiten Gräfte umgeben, die sich im Süden in eine Teichanlage erweitert. Auf der Hauptinsel finden sich mehrere Baukörper unterschiedlicher Epochen: Ein zweigeschossiges Fachwerkhaus, das ehemalige Herrenhaus, wurde originalgetreu nach alten Plänen wiedererrichtet. Östlich davon schließt sich ein Torbau aus dem Jahr 1706 an, dessen Portal über eine rekonstruierte Zugbrücke erreichbar ist. Über dem Torbogen ist ein Wappenstein im Dreiecksgiebel angebracht. Im Inneren des Komplexes befand sich noch im Jahr 1850 eine Schlosskapelle, deren tragbarer Altar später nach Schloss Kalbeck verbracht wurde.
Das Hauptgebäude des Schlosses im Stil des Historismus stammt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es wurde neu errichtet und zeigt sich mit Backsteinfassaden sowie zwei markanten Rundtürmen an der Westseite. Besonders auffällig sind der Bogengang im Erdgeschoss, die Staffelgiebel und die Balustrade im ersten Stockwerk. Diese Neuschöpfung vereint Elemente des Historismus mit restaurativer Rücksichtnahme auf die ursprüngliche Funktion des Bauwerks. Sowohl das Fachwerkhaus als auch der Torbau ruhen auf Fundamenten mittelalterlicher Vorgängerbauten.
Die Geschichte des Schlosses beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung der Familie „von Wittringen“ im Jahr 1263. Ritter Ludolfus de Witteringe gilt als wahrscheinlicher Erbauer der ursprünglichen Burganlage. Über Heirat und Lehen gingen Besitz und Namen im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene Adelsgeschlechter über, darunter die Familien von Brabeck, von Oeffte und von Vittinghoff-Schell. Die Familie von Brabeck übernahm den Namen Wittringen und trug maßgeblich zur Gestaltung des Anwesens bei. Die drei Wolfsangeln aus deren Wappen wurden später in das Stadtwappen von Gladbeck integriert.