Kirche/Kloster

Ev. Kirche am Hellweg (St.Joh. Bapt.) - Ev. Kirchengemeinde Brackel

Brackeler Hellweg 140, 44309 Brackel

Highlights

  • Evangelische Kirche St. Johannis Bapt. in Brackel: romanische Basilika mit gotischen Seitenschiffen (ab 1491) und barockem Altaraufbau (1688, restauriert 2010).
  • Gemeindezentrum mit rollstuhlgerechtem Zugang, Parkplatz und WC; historisches Fachwerkhaus (1905) als Beispiel bürgerlicher Villenarchitektur.
  • Kirche dokumentiert protestantische Geschichte seit 1554: Kanzel (1673) mit vier Evangelisten und Taufstein aus der Reformationszeit.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum und die Nutzung der barrierefreien Toilettenanlagen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ev. Kirche am Hellweg (St.Joh. Bapt.) – Sakrale Ausflugsziele in Brackel

Die Evangelische Kirche am Hellweg (St. Johann Baptist) in Brackel ist ein historisch bedeutsames Wahrzeichen des Dortmunder Stadtteils und ein zentraler Ort für die evangelische Kirchengemeinde. Gelegen an der Kreuzung von Brackeler Hellweg und Flughafenstraße, gilt sie als „Dorf“ – ein liebevoller Ausdruck der Einheimischen für das lebendige Gemeinschaftszentrum. Ursprünglich als romanische Basilika mit Westturm, hohem Mittel- und Querschiff sowie einer kleinen Ostapsis errichtet, erhielt die Kirche im 15. Jahrhundert durch gotische Aufstockungen der Seitenschiffe und die Gestaltung des Chorraums ihre heutige Form. Eine Sakristei wurde ebenfalls in dieser Zeit angebaut.

Im Inneren beeindruckt die Kirche durch ihre farbenprächtige Ausstattung: Die Bemalung aus den 1950er-Jahren orientiert sich an der Vorstellung einer romanischen Kirchenausmalung. Besonders hervorzuheben ist der barocke Altaraufbau aus dem Jahr 1688, der 2010 restauriert wurde. Die Kanzel aus dem Jahr 1673 zeigt die vier Evangelisten und verweist auf die protestantische Tradition der Gemeinde seit 1554. Auch der Taufstein, dessen Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht, ist ein bedeutendes Zeugnis der kirchlichen Geschichte.

Die Kirchengemeinde Brackel verbindet seit Jahrhunderten Geschichte mit gegenwärtigem Gemeindeleben. Bereits 1549 übernahm ein Pastor die verwaiste Predigerstelle, doch die Einführung der Reformation durch Arent Rupe im Jahr 1554 löste Konflikte aus. Der lokale Adel und der Herzog von Kleve widersetzten sich Rupe, doch die reformatorischen Ideen setzten sich durch und prägten die Gemeinde bis heute. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Pastor und Gemeinde spiegelt sich in der Architektur und den historischen Schätzen wider.

Neben der Kirche selbst bietet der Kirchplatz mit seinem Fachwerkhaus eine weitere historische Attraktion. Ursprünglich auf einem Wirtschaftsgrundstück errichtet, wurde das Gebäude 1988 nach einem Umbau auf den Kirchplatz transloziert. Das „malerisch historisch dekorierte“ Villenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert dient heute als Begegnungsort und Zeugnis des bürgerlichen Wohnens vergangener Zeiten. Dank barrierefreier Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – ist die Kirche für alle Besucher zugänglich.

Mit einer überaus positiven Bewertung von 4,8 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) ist die Kirche nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein wertvolles kulturelles Erbe. Sie lädt Einheimische und Besucher ein, die Verbindung von Geschichte, Architektur und Gemeindeleben zu erleben – ein Ort, an dem Tradition und Gegenwart aufeinandertreffen.

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