Denkmal/Gedenkstätte

Ehrenmal

33034 Brakel

Highlights

  • Der Ehrenfriedhof in Brakel beherbergt 286 deutsche Kriegstote aus beiden Weltkriegen.
  • 18 Soldaten fielen 1945 im Kampf um Brakel, 23 starben in Lazaretten der Stadt.
  • 5 zivile Kriegstote, darunter ein Säugling und eine Schülerin, ruhen ebenfalls hier.

Tipps

  • Der Ehrenfriedhof in Brakel liegt im Kaiser-Wilhelm-Hain am Fuße der Hinnenburg und ist über das Kriegsgräberabkommen des Volksbundes gepflegt.
  • Die Stätte beinhaltet 286 Kriegstote aus beiden Weltkriegen, darunter auch fünf zivile Opfer, und lädt zum stillen Gedenken ein.
  • Für eingeschränkt mobile Besucher wird empfohlen, auf die Wegbeschaffenheit zu achten; Verbesserungen wären hilfreich für sicheren Zugang.

Eigenschaften

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Über Ehrenmal

Das Ehrenmal in Brakel, gelegen im Kaiser-Wilhelm-Hain am Fuße der Hinnenburg, ist eine bedeutende Kriegsgräberstätte und zählt zu den Gedenkpark-Anlagen in Nordrhein-Westfalen. Die Stätte dient als letzte Ruhestätte für insgesamt 286 deutsche Kriegstote aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, darunter fünf Opfer des Ersten Weltkriegs und 281 des Zweiten Weltkriegs. Neben Soldaten finden hier auch fünf zivile Kriegstote ihre letzte Ehre, darunter ein Säugling und die 1945 verstorbene Schülerin Erika Schroll aus Gelsenkirchen. Der Friedhof wurde nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt und 1954 feierlich eingeweiht.

Die Gestaltung der Anlage erfolgte durch Gartenarchitekten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und spiegelt eine ruhige, nachdenkliche Atmosphäre wider, die zum Gedenken und Innehalten einlädt. Besonders auffällig sind das zentrale Hochkreuz sowie die Grabkreuze, die aus heimischem Wesersandstein gefertigt wurden. Die rötliche Färbung des Steins wird dabei als Symbol für die Flammen des Krieges verstanden. Die architektonischen Elemente und die naturnahe Einbindung in den Kaiser-Wilhelm-Hain tragen zur gelungenen Gesamtästhetik bei, wie Besucher anerkennen.

Die Kriegsgräberstätte wird durch finanzielle Beiträge des Landes Nordrhein-Westfalen, des Kreises Höxter, der Stadt Brakel sowie des Volksbundes erhalten. Pflege und Instandhaltung der Anlage erfolgen fortlaufend, um den Gedenkort dauerhaft zu bewahren. Jährlich wird hier am Volkstrauertag gedacht, wodurch der Friedhof auch als Mahn- und Begegnungsstätte fungiert. Die Stätte steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Krieges sowie der Versöhnung zwischen den Völkern.

Die Herkunft der begrabenen Kriegstoten erstreckt sich über verschiedene Regionen ehemaligen deutschen Territoriums sowie darüber hinaus – von Rheinland und Westfalen bis ins Sudetenland, nach Ostpreußen, Schlesien, Pommern und sogar nach Jugoslawien, Österreich und Russland. Bei 19 der Gefallenen ist der Name nicht überliefert, was die Tragik und die persönlichen Schicksale hinter den Gräbern verdeutlicht. Die Stätte in Brakel erinnert somit nicht nur an die Toten des Krieges, sondern auch an die Vielfalt der Herkunftsorte und die Menschlichkeit hinter den Gräbern.

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