Kirche/Kloster

Kloster Malgarten

Am Kloster 2a, 49565 Bramsche

Highlights

  • Das Kloster Malgarten wurde 1175 in Essen gegründet und 1194 nach Malgarten verlegt.
  • Die Klosterkirche St. Johannes stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt barocke Ausstattung.
  • Heute beherbergt das ehemalige Benediktinerinnenkloster ein Seminar- und Gästehaus.

Tipps

  • Das ehemalige Benediktinerinnenkloster bietet historische Räume für Übernachtungen mit besonderer Atmosphäre, darunter uralte Holzdecken und zweiflügelige Fenster.
  • Die Klosterkirche St. Johannes vereint romanische und gotische Elemente und ist auch für kirchliche Feiern wie Hochzeiten nutzbar.
  • Das Gelände lädt zu Spaziergängen in der Natur ein, ergänzt durch einen malerischen Blick auf die umliegende Landschaft.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kloster Malgarten

Das Kloster Malgarten in Bramsche im Landkreis Osnabrück ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster mit einer Geschichte, die ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich in Essen (Oldenburg) gegründet, wurde es nach einem Brand um 1194 in die nahegelegene Burg Malgarten verlegt. Diese lag strategisch günstig an einem Arm der Hase, in unmittelbarer Nähe zur Ems. Die Anlage vereint mittelalterliche Bausubstanz mit späteren Umbauten und zählt heute zu den geschichtsträchtigen Kulturdenkmälern der Region.

Die Klosterkirche St. Johannes zeugt von romanischer und gotischer Baugeschichte und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Besonders bemerkenswert sind die barocke Stuckdecke, die dem Bildhauer Joseph Geitner zugeschrieben wird, sowie die Chorgestühle aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert zeigt Darstellungen der vier Evangelisten und der Kirchenväter. Auch der Orgelprospekt und die Monstranz aus dem 17. Jahrhundert unterstreichen den künstlerischen Wert der Kirche. Der Kirchturm, der ursprünglich größer war, nutzt räumliche Strukturen des ehemaligen Burgturms und ist ein markantes Element des Ensemble.

Von den ursprünglichen Klosterbauten ist heute vor allem der Westflügel, auch Konventsflügel genannt, erhalten. Er wurde im 13. Jahrhundert errichtet und später im 18. Jahrhundert umgebaut. In seinen Räumen finden sich spätgotische Malereien sowie Stuckverzierungen aus der Barockzeit. Ein Fresko, das einen Heiligen darstellt, wurde in den 1990er Jahren entdeckt. Südlich des Kirchturms steht ein zweigeschossiger Anbau aus dem späten 15. Jahrhundert mit original erhaltenen spätgotischen Fenstern. Die Gebäude sind unter Denkmalschutz gestellt und stehen heute im Privatbesitz.

Heute fungiert das Gelände als Seminar- und Gästehaus und bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen, Workshops, Tagungen sowie private Feiern. Die Atmosphäre des Ortes wird von der Verbindung von Geschichte, Natur und Architektur geprägt. Gäste berichten von der besonderen Ausstrahlung der Räume, die durch uralte Holzdecken, historische Fenster und klösterliche Ruhe eine besondere Stimmung erzeugen. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ein Café sowie eine Museumsscheune, die kulturelle Angebote bereitstellt.

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