Museum

Gedenkstätte für im Zuchthaus Brandenburg ermordete Priester und Laien

Anton-Saefkow-Allee 38, 14772 Brandenburg an der Havel

Highlights

  • Die Opfernamen sind in eine Kupfertafel in der Kirche graviert.
  • Die Kirche wurde nach Kriegszerstörungen in den Jahren 1946 bis 1949 wieder aufgebaut.

Tipps

  • Großer Parkplatz direkt vor der Gedenkstätte.
  • Kostenfreier Eintritt zur Dauerausstellung.
  • Interessante Ausstellung mit guter Übersichtlichkeit.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Gedenkstätte Brandenburg an der Havel

Die Gedenkstätte für im Zuchthaus Brandenburg ermordete Priester und Laien befindet sich in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Brandenburg an der Havel. Sie erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere an die zahlreichen katholischen Priestern und Laien, die während der NS-Zeit im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden inhaftiert, misshandelt und ermordet wurden. Die Gedenkstätte ist Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und informiert mit einer eindrucksvollen Dauerausstellung über die Verbrechen des NS-Regimes sowie die späteren Entwicklungen in der DDR-Zeit.

Die Kirche Heilige Dreifaltigkeit selbst hat eine bewegte Geschichte: Sie wurde im 19. Jahrhundert als neue Pfarrkirche für die katholische Gemeinde errichtet, nachdem der Glaube im Kurfürstentum Brandenburg lange unterdrückt war. Kurz vor Kriegsende wurde sie weitgehend zerstört, doch bereits wenige Jahre später konnte sie wiederhergestellt und von der Gemeinde genutzt werden. Seit 1974 dient sie auch als Gedenkstätte, in der die Namen der im Zuchthaus ermordeten Personen in eine Kupfertafel graviert wurden. In den Jahren 2005 und 2006 erfolgte eine umfassende Sanierung, bei der unter anderem neue Glasfenster des Londoner Künstlers Graham Jones eingebaut wurden.

Die Ausstellung in der Gedenkstätte thematisiert die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte – vom nationalsozialistischen Terror bis zur Nutzung des Geländes durch die Sowjetmacht und später durch die Justiz der DDR. Besucher erhalten einen fundierten Einblick in die Verbrechen der NS-Justiz, die im nahegelegenen Zuchthaus vollzogen wurden, darunter über 2000 Hinrichtungen mit dem Fallbeil. Die Darstellung erfolgt in gut strukturierter Form mit großen Displays und informativen Inhalten, die sowohl historische Fakten als auch persönliche Schicksale vermitteln. Die Gedenkstätte ist kostenfrei zugänglich und bietet zudem Seminarräume für Bildungsarbeit.

Die zentrale Lage der Kirche im historischen Stadtkern von Brandenburg an der Havel, direkt neben dem ehemaligen Paulikloster, macht sie zu einem bedeutenden Ort der Erinnerungskultur. Große Teile der Ausstellung sind barrierefrei zugänglich, und ein großzügiger Parkplatz direkt vor Ort erleichtert den Besuch. Die freundliche Betreuung durch das Personal, wie auch in Besucherberichten erwähnt, trägt zusätzlich zur hohen Qualität des Erlebnisses bei. Mit einem sehr guten Bewertungsdurchschnitt von 4,7 von 5 Sternen bei über 140 Bewertungen zählt die Gedenkstätte zu den empfehlenswerten Kultur- und Bildungsstandorten in der Region.

Bewertungen

4,7 (296) 4.7 aus 296 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

Auf Google

4,7 (148) 4.7 · 148 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Gedenkstätte für im Zuchthaus Brandenburg ermordete Priester und Laien

Was ist die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden?
Die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen und DDR-Zeit im ehemaligen Zuchthaus und Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche historische Funktion hatte das Zuchthaus Brandenburg-Görden?
Das Zuchthaus diente ab 1940 als Hinrichtungsstätte, in der über 2000 Menschen hingerichtet wurden. Später wurde es in der DDR als Strafanstalt genutzt. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo befindet sich die Gedenkstätte heute?
Die Gedenkstätte befindet sich im Gebäudekomplex der ehemaligen Haftanstalt an der Anton-Saefkow-Allee 38 in Brandenburg an der Havel. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es eine Dauerausstellung in der Gedenkstätte?
Ja, seit 2018 informiert eine Dauerausstellung über die Geschichte der Haftanstalt in der NS-Zeit und in der DDR. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche besondere Rolle spielt die Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Brandenburg?
Die Kirche Heilige Dreifaltigkeit ist eine katholische Pfarrkirche im mittelalterlichen Stadtkern, direkt neben dem ehemaligen Paulikloster. Sie wurde nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia