Denkmal/Gedenkstätte

Schloß Frankleben (Pilgerherberge)

Unterhof 4, 06259 Braunsbedra

Highlights

  • Schloss Frankleben in Braunsbedra ist eine Pilgerherberge mit historischem Charme.
  • Seit 2011 bietet das 800 Jahre alte Schloss Unterkunft für Gäste und Pilger.
  • Das Schloss wird von Franz Pacher von Theinburg restauriert und gefördert.

Tipps

  • Ein Pilgertipp: Das exquisites Pilgerfrühstück kostet 8 € und kann zusätzlich gebucht werden.
  • Das Gelände ist ganzjährig zugänglich, Übernachtungen sind jedoch nur außerhalb der Winterpause möglich.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloß Frankleben (Pilgerherberge)

Das Schloss Frankleben liegt im Ortsteil Frankleben der Stadt Braunsbedra im Bundesland Sachsen-Anhalt. Die historische Anlage zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region und beherbergt eine Pilgerherberge, die seit 2011 für Reisende und Pilger eine einfache, aber ansprechende Unterkunftsmöglichkeit bietet. Ursprünglich als Rittergut oder vierflügeliges Schloss errichtet, verfügt das Gebäudekomplex über markante architektonische Elemente, darunter einen zentralen dreigeschossigen Standerker mit Freitreppe sowie zwei westlich angeordnete dreigeschossige Türme.

In der Zeit der DDR wurden Teile des Schlosses als Wohnungen genutzt, was zu einem erheblichen Substanzverlust führte. Nach der Wende lag das Gebäude weitgehend brach und in schlechtem Zustand da. Ab 2007 wurde das Schloss durch einen österreichischen Investor, Franz Pacher von Theinburg, sukzessive saniert und restauriert. Ziel war es, das über 800 Jahre alte Gebäude wieder nutzbar zu machen und gleichzeitig eine kulturelle und historische Einrichtung zu etablieren. Die Vision, das Schloss zu einer Pilgerherberge umzugestalten, wurde dabei in mehreren Schritten verwirklicht.

Heute bietet das Schloss nicht nur eine Unterkunftsmöglichkeit für Pilger und Gäste, sondern fungiert auch als Veranstaltungsort und kultureller Anziehungspunkt. In unregelmäßigen Abständen finden hier kulturelle Veranstaltungen statt, wie beispielsweise die sogenannte „Kulturzeit im Schloss“. Besucher berichten von einem beeindruckenden Kontrast zwischen dem ehemaligen Verfall und der gelungenen Restauration. Einige Gäste hoben besonders die Atmosphäre am Ostersonntag hervor, an dem das Schloss bei sonnigem Wetter spontan zu einem Erlebnisort wurde.

Die Pilgerherberge selbst ist ganzjährig geöffnet, mit Ausnahme einer Winterpause von November bis März. Neben der Unterkunft gibt es die Möglichkeit, ein sogenanntes „exquisites Pilgerfrühstück“ zu buchen. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet und bieten eine authentische Übernachtungsmöglichkeit in historischer Umgebung. Die Außenstelle des Braunsbedraer Standesamtes ist zudem am Schloss beheimatet, wodurch gelegentlich auch standesamtliche Hochzeiten stattfinden.

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