Haus Harkorten
Highlights
- Das 1757 fertiggestellte Herrenhaus gilt als vornehmstes Beispiel des Bergisch-Märkischen Barocks.
- Das denkmalgeschützte Anwesen war im 19. Jahrhundert die Heimat der Industriepioniere Friedrich und Gustav Harkort.
- Die Anlage umfasst neben dem barocken Bauwerk ein Ökonomiegebäude aus dem 17. Jahrhundert.
Tipps
- Eine Führung ermöglicht den Einblick in das im Inneren größtenteils authentisch erhaltene Herrenhaus aus dem Jahr 1756.
- Die Anlage am Nordhang des Ennepetals wird durch eine lange Allee erschlossen.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Haus Harkorten in Hagen
Haus Harkorten in Hagen ist ein herausragendes kulturelles Denkmal mit einer tiefgreifenden architektur-, sozial-, wirtschafts- und technik-historischen Bedeutung. Die Geschichte des Freiguts reicht mindestens bis ins 15. Jahrhundert zurück. Es war die Heimat von Industriepionieren wie Friedrich und Gustav Harkort, die einen europaweiten Handel mit Eisenprodukten betrieben und zahlreiche eisenverarbeitende Betriebe, wie etwa Sensenhämmer, führten.
Das Zentrum der Anlage bildet das im 18. Jahrhundert errichtete Herrenhaus, auch bekannt als „Neues Haus“ oder „Oberes Haus“. Es gilt als eines der architektonischen Meisterwerke der Region Berg-Mark und als vornehmstes Beispiel des Bergisch-Märkischen Barocks sowie als Höhepunkt des Bergischen Wohnhausbaus. Das Gebäude besticht durch seine einzigartige Authentizität; im Inneren sind unter anderem Originalzimmerdecken, Kamineinbauten, eine historische Küche, ein raumgroßer Safe aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie ein durch den Keller geleiteter Bach zur Ver- und Entsorgung erhalten.
Die gesamte Gutsanlage am Nordhang des Ennepetals, die über eine lange Allee erschlossen wird, umfasst neben dem Herrenhaus auch ein aus dem 17. Jahrhundert stammendes Ökonomiegebäude, das sogenannte „Geburtshaus“. Zum denkmalgeschützten Ensemble gehören zudem ein Hausgarten sowie ein Nutzgarten. Aufgrund seiner hohen Bedeutung erfüllt Haus Harkorten die Fördergrundsätze für das Programm „Nationale wertvolle Kulturdenkmäler“.
Da sich das besondere Bauwerk derzeit in keinem guten Zustand befindet, setzt sich der im Jahr 2016 gegründete „Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten e.V.“ für die Rettung und Instandsetzung des Anwesens ein. Ziel ist es, die historische Substanz und das ursprüngliche Gestaltungskonzept des Gartens und des Hauses dauerhaft zu sichern. Interessierte können das Anwesen im Rahmen von Führungen kennenlernen und so in die Wohn- und Arbeitswelt der Unternehmerfamilie Harkorten eintauchen.