Denkmal/Gedenkstätte

Haupttor Friederikenberg

39240 Breitenhagen

Highlights

  • Das Haupttor des ehemaligen Lustschlosses Friederikenberg in Breitenhagen markiert den Eingang zur barocken Schlossanlage, erbaut ab 1704.
  • Das Tor ist Teil der ursprünglichen Anlage, die später unter Fürst Johann August um 1725/26 umgebaut und erweitert wurde.

Tipps

  • Das ehemalige Haupttor des Lustschlosses Friederikenberg ist direkt am Elberadweg erreichbar und bietet einen Eindruck von der einstigen barocken Schlossanlage.
  • In der Nähe befinden sich Reste der ehemaligen Gartenanlage, darunter das Fundament des Heckenbosketts, das erkundet werden kann.
  • Ein Stich aus der Zeit um 1709 zeigt die ursprüngliche Gestalt des Schlosses und kann als Orientierungshilfe für den Aufenthalt vor Ort dienen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Haupttor Friederikenberg

Das Haupttor des ehemaligen Lustschlosses Friederikenberg in Breitenhagen im Salzlandkreis ist das letzte erhaltene Bauwerk einer barocken Schlossanlage, die einst hoch über dem Elbtal im Ortsteil Badetz gelegen war. Errichtet wurde das Schloss im frühen 18. Jahrhundert auf Veranlassung des Erbprinzen Johann August von Anhalt-Zerbst und seiner Gattin Friederike von Sachsen-Gotha. Das Bauwerk entstand als kleines, repräsentationsfreies Refugium fernab der Pflichten des fürstlichen Hofes. Der Name „Friederikenberg“ geht auf die Prinzessin selbst zurück, die 1704 den Grundstein zu dem geplanten Lusthaus legte.

Das Schloss wurde ursprünglich von Giovanni Simonetti entworfen, einem Schweizer Architekten, der auch am Zerbster Schloss beteiligt war. Die Anlage gliederte sich in ein zentral gelegenes Hauptgebäude, flankiert von Pavillons, und war von einem kunstvoll angelegten barocken Garten umgeben. Zu den Besonderheiten zählten beheizte Orangerien, kunstvolle Parterre-Anlagen sowie ein Heckensalon. Das Gelände erstreckte sich auf dem Hüttenberg, einem bewaldeten Erhebungszug, der durch Mauern gefasst war und einen weiten Blick über die Elblandschaft bot. Die Baumaßnahmen wurden zunächst aus privaten Mitteln finanziert, weshalb detaillierte Baupläne und Aufzeichnungen nicht überliefert sind.

Nach dem plötzlichen Tod der Prinzessin Friederike im Jahr 1709 verlor das Anwesen zunächst seine ursprüngliche Bestimmung. Der Bau wurde jedoch unter der Regentschaft von Johann August und später durch den Hofbaumeister Johann Christoph Schütze weitergeführt. In den 1720er Jahren wurde das ehemalige Lusthaus zu einem Belvedereschlösschen umgebaut, das mit Pavillons versehen und mit Fayencen aus der Zerbster Manufaktur ausgestattet wurde. Auch eine Uhr und Glocke zierten das Dachgeschoss. Das Schloss diente fortan als Aussichtspunkt und Sommeraufenthalt der Fürstenfamilie, ehe es im 19. Jahrhundert schließlich aufgegeben und abgetragen wurde.

Heute erinnert nur noch das monumentale Haupttor an die einstige Pracht des Schlosses. Es steht direkt am Elberadweg und markiert den Eingang zur ehemaligen Schlossanlage. Die Reste des Schlossbergs sowie die Spuren der Gartenanlagen sind nur noch schwer zu erkennen. Dennoch zieht das Portal weiterhin das Interesse von Besucherinnen und Besuchern aufgrund seiner historischen Bedeutung und der Verbindung zur regionalen Fürstengeschichte an. Die unmittelbare Nähe zu Orten wie Steckby und Tochheim unterstreicht die landschaftliche und kulturelle Einbettung des Denkmals im Raum südlich von Zerbst.

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