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Bleikeller
Highlights
- Im Bremer St.-Petri-Dom wurden 1698 acht natürliche Mumien aus dem 17. und 18. Jahrhundert entdeckt.
- Die Mumien entstanden durch natürliche Austrocknung, nicht durch Blei oder radioaktive Strahlung im Keller.
- Der Bleikeller ist heute von April bis Oktober für Besucher geöffnet und zeigt die Mumien in einem Nebengebäude.
Tipps
- Der Bleikeller ist saisonal geöffnet, vorwiegend von April bis Oktober.
- Eintritt nur über Führung möglich, Bargeldzahlung wird empfohlen.
- Parkplatzsuche in der Innenstadt kann zeitaufwendig sein, früh anreisen.
Eigenschaften
Sehenswürdigkeit Bleikeller in Bremen entdecken
Der Bleikeller zählt zu den faszinierendsten und geheimnisvollsten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt Bremen. Ursprünglich handelt es sich bei dem Gelände um die sogenannte Ostkrypta des St.-Petri-Doms, die heute vor allem durch die Entdeckung acht historischer Mumien aus dem 17. und 18. Jahrhundert Bekanntheit erlangt hat. Der Name „Bleikeller“ geht auf die damalige Nutzung des Raumes zurück, in dem Blei zur Reparatur des Dachstuhls des Doms gelagert wurde – ein Umstand, der lange Zeit mit der Mumifizierung der Leichen in Verbindung gebracht wurde. Die Mumien wurden erstmals vor über 300 Jahren von Gesellen des Orgelbauers Arp Schnitger entdeckt, denen die Ostkrypta als Arbeitsraum zur Verfügung stand. Die Funde sorgten damals für großes Aufsehen, da sie nicht nur archäologisch, sondern auch naturwissenschaftlich von großer Bedeutung waren. Die Leichen waren auf natürliche Weise mumifiziert worden, vermutlich weil sie über einen längeren Zeitraum unbeachtet in ihren Wohnungen verstorben waren und sich der Verwesungsprozess aufgrund der trockenen Bedingungen nicht vollständig entfalten konnte. Teilweise trug auch der Winter mit seiner Kälte dazu bei, dass Aasfliegen die Körper nicht erreichten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Bleikeller mehrfach seine Funktion. Nach seiner Entdeckung wurde er zu einer Art touristischem Highlight, weshalb die Domküster eine Zulage aus den Eintrittsgeldern der Besucher bezogen. Später diente der Raum zeitweise als Lagerraum, bevor die Mumien in eine gotische Kapelle umgebettet wurden, die als Kohlenkeller genutzt wurde. In den Jahren einer umfassenden Domrestaurierung wurden die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Seitdem sind die Mumien in einem Nebengebäude des Doms dauerhaft ausgestellt. Eine besonders interessante Geschichte rankt sich um eine der Mumien, die lange Zeit als ein Dachdecker galt, der vom Dach gestürzt und im Keller vergessen worden war. Diese Annahme wurde jedoch durch Röntgenaufnahmen im St.-Joseph-Stift widerlegt, bei denen sich herausstellte, dass der Mann eine Kugel im Rücken hatte – ein Hinweis darauf, dass sein Tod möglicherweise nicht so ungewöhnlich oder unverschuldet verlief, wie lange angenommen. Heute lädt der Bleikeller Besucherinnen und Besucher ein, die Geschichte hautnah zu erleben. Die Ausstellung im Domviertel gewährt Einblicke in die Lebensumstände und Todesursachen der Mumien und erzählt von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die im Laufe der Jahrhunderte gewonnen wurden. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für historische Rätsel und außergewöhnliche Begegnungen mit der Vergangenheit interessieren.
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Häufige Fragen zu Bleikeller
Was ist der Bleikeller im Bremer Dom?
Quelle: wikipedia
Wann wurden die Mumien im Bleikeller entdeckt?
Quelle: wikipedia
Warum nennt man die Ostkrypta 'Bleikeller'?
Quelle: wikipedia
Wo kann man die Mumien des Bleikellers heute sehen?
Quelle: wikipedia
Wann ist der Bleikeller für Besucher geöffnet?
Quelle: wikipedia