Hirt Mit Schweinen
Highlights
- Die Bronzegruppe 'Hirt mit Schweinen' wurde 1974 in Bremen-Mitte aufgestellt.
- Sie zeigt einen Schweinehirten mit Herde und erinnert an die historische Nutzung der Sögestraße.
- Das Denkmal ist bei Anwohnern beliebt als Sitzgelegenheit und Treffpunkt.
Tipps
- Das Denkmal zeigt historische Schweinewirtschaft der Region und eignet sich gut für Fotos.
- Kinder dürfen auf den Bronzeschweinen sitzen und spielen – eine interaktive Sehenswürdigkeit mitten in der Stadt.
- Beliebter Treffpunkt in der Sögestraße, ideal um sich zu verabreden oder das Straßenleben zu beobachten.
Eigenschaften
Über Hirt Mit Schweinen
Die Skulpturgruppe „Hirt mit Schweinen“ zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Bremer Stadtzentrum. Die aus Bronze gefertigte Figurengruppe befindet sich am Ende der Sögestraße in unmittelbarer Nähe zu den Straßen Am Wall und Herdentorsteinweg. Entworfen wurde das Kunstwerk vom Bremer Bildhauer Peter Lehmann und im Jahr 1974 aufgestellt. Die Darstellung zeigt einen Schweinehirten mit seinem Hund sowie eine kleine Herde bestehend aus fünf Schweinen und vier Ferkeln. Die Skulptur ist Teil der Liste der Denkmale und Standbilder der Stadt Bremen und hat sich als kulturelles Wahrzeichen etabliert.
Die Entstehung der Gruppe steht in engem Bezug zur Geschichte der Sögestraße. Diese heute autofreie Einkaufsstraße hieß im Mittelalter „Soghestrate“, was im Plattdeutschen für Sauenstraße steht. Damals führten Schweinehirten ihre Tiere von den Ställen entlang dieser Straße durch das Herdentor zur Bürgerweide vor den Toren der Stadt. Die Skulptur erinnert an diese historische Nutzung und macht sie für die Gegenwart sichtbar. Die Finanzierung erfolgte durch Kaufleute der Sögestraße, die damit ein künstlerisches und volkstümliches Element in das Stadtbild einbringen wollten.
Die Figuren sind nicht nur von kulturhistorischem Interesse, sondern auch ein beliebter Ort für Begegnungen und spielerische Auseinandersetzungen. Besonders Kinder nutzen die Tiere als Reittiere, klettern auf ihnen herum oder sitzen gemeinsam darauf. Die Skulpturen bieten eine willkommene Sitzgelegenheit und laden dazu ein, das Treiben im Stadtzentrum zu beobachten. Es hat sich die Tradition etabliert, sich „bei den Schweinen“ zu verabreden, was zeigt, wie sehr das Denkmal in das gesellschaftliche Leben Bremens integriert ist. Auch Jugendliche und Erwachsene nutzen die Gruppe als Treffpunkt oder Fotomotiv.
Die Gestaltung der Skulpturen überzeugt durch ihre lebendige und detailreiche Formgebung. Die rundlichen Schweine, der aufmerksame Hund und der ruhige Hirt vermitteln einen Eindruck von Alltäglichkeit und Verbundenheit zwischen Mensch und Tier, wie sie einst in der Bremer Innenstadt gelebt hat. Die Bronzeoberfläche und die lebensnahe Haltung der Figuren tragen dazu bei, dass das Werk sowohl ästhetisch ansprechend als auch einladend wirkt. Die Skulptur gilt als eines der volkstümlichsten Kunstwerke Bremens und ist Ausdruck städtischer Identität.