Museum

Museum im Schnoor

Stavendamm 15, 28201 Bremen

Highlights

  • Das Museum zeigt Bremer Geschichte vom 17. bis frühen 20. Jahrhundert mit Kostümen und Geschichten berühmter Persönlichkeiten wie Böttchermeister oder Käpt’n.
  • Arbeitslose schlüpfen in historische Rollen und präsentieren Stadtgeschichte als interaktives, lebendiges Museum im Schnoor-Packhaus.
  • Barrierefreier Zugang und spielerische Führungen durch historische Kulissen wie Kaufmannskontor oder Schokoladenbrunnen.

Tipps

  • Die Führung durch das Museum beginnt direkt nach dem Betreten und gestaltet sich stets wechselnd, sodass nicht alle Ausstellungsbereiche bei jeder Tour gezeigt werden.
  • Historische Kostüme und Rollenspiele von Bremer Persönlichkeiten wie dem Böttchermeister oder Heini Holtenbeen vermitteln die Stadtgeschichte spielerisch und lebendig.
  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellung in der historischen Kulisse des St. Jakobus Packhauses im Schnoor.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur im Schnoor: Bremen-Museum

Das Museum im Schnoor in Bremen ist ein einzigartiges kulturelles Erlebnis, das Besucher in die lebendige Geschichte der Stadt eintauchen lässt. Eingebettet in die historische Kulisse des ehemaligen St. Jakobus Packhauses im malerischen Schnoorviertel, erzählt das Museum seit über einem Jahrzehnt die Geschichten Bremer Bürgerinnen und Bürger aus drei Jahrhunderten – von der Mitte des 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Besonders faszinierend sind die authentischen Kostüme und die individuellen Schilderungen berühmter Bremer Persönlichkeiten wie des Böttchermeisters, des schlagfertigen Heini Holtenbeen oder der mythischen Fisch-Lucie, die durch ihre lebendigen Darstellungen die Vergangenheit greifbar machen.

Ein besonderes Highlight des Museums ist die spielerische Spielführung, bei der die Ausstellung nicht statisch, sondern interaktiv erlebt wird. Sobald Besucher die Schwelle überschreiten, beginnen historische Figuren wie der Käpt´n oder ein Kaufmann aus dem Bremer Kontor von selbst zu erzählen – mal humorvoll, mal dramatisch. Die Führungen sind stets spontan und variieren, sodass nicht jede Tour alle Stationen abdeckt. Themen wie der Schokoladenbrunnen, die Folgen der Pest oder der Dombrand werden dabei mit Augenzwinkern und historischem Sachverstand vermittelt. Besonders Kinder und Familien schätzen diese lebendige Art der Geschichtsdarstellung, die Geschichte zum Mitmachen einlädt.

Seit 2006 setzt das Museum auf ein besonderes Konzept: Arbeitslose Menschen schlüpfen in die Rollen berühmter Bremer und präsentieren sich in selbstgestalteten Kostümen. Diese „lebendigen Museumsdarsteller“ bringen nicht nur die Geschichte zum Leben, sondern verbinden sie auch mit modernen Perspektiven. Die interaktiven Führungen, die unter dem Namen „Bremer Geschichtenhaus“ angeboten werden, laden dazu ein, selbst Teil der Handlung zu werden – etwa durch Fragen an die historischen Figuren oder Mitgestaltung kleiner Szenen. Diese Methode macht das Museum zu einem Ort der Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Barrierefreiheit spielt im Museum im Schnoor eine zentrale Rolle, sodass auch Menschen mit eingeschränktem Mobilitätsradius die Ausstellung in vollem Umfang erleben können. Die historische Atmosphäre des Schnoorviertels – mit seinen engen Gassen und Fachwerkhäusern – unterstreicht zudem den Charme des Ortes. Wer sich für Bremer Kultur, Alltagsgeschichte oder die Kunst des Geschichtenerzählens begeistert, findet hier ein einzigartiges Erlebnis, das über eine klassische Museumsbesichtigung hinausgeht. Die Kombination aus Spiel, Geschichte und lokalem Flair macht das Museum zu einem besonderen Ausflugsziel für Groß und Klein.

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