Denkmal/Gedenkstätte

Ulrike Gölner

Georgstraße 1, 27283 Verden (Aller)

Highlights

  • Ulrike Gölner schuf 2021 ein Mausoleum auf dem Eystruper Friedhof in Verden (Aller).
  • Ihre Skulpturen verbinden Abstraktion mit sinnlicher Körperlichkeit – oft aus Holz gefertigt.
  • Gölner präsentierte 2017 ihre Arbeit ‚Licht und Schatten‘ im Schul- und Bethaus Altlangsow.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ulrike Gölner: Kulturdenkmal in Verden (Aller)

Die Skulptur der Künstlerin Ulrike Gölner ist ein bedeutendes Werk zeitgenössischer Kunst in Verden (Aller) und verleiht dem öffentlichen Raum eine besondere ästhetische Dimension. Gölner, deren Schaffen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Materialität und Form auszeichnet, verbindet in ihren Werken Holz – ein traditionelles Medium – mit innovativen, fast organischen Ausdrucksformen. Ihre Skulpturen zeichnen sich durch eine reduzierte, aber eindringliche Gestaltungsweise aus, die zwischen Abstraktion und sinnlicher Präsenz oszilliert. In Verden verkörpert ihr Werk diese künstlerische Haltung und lädt Besucher:innen ein, die poetische Sprache ihrer Formen zu entschlüsseln.

Gölner arbeitet seit Jahrzehnten mit Holz, einem Material, das sie durch präzise Schnitte und strukturierte Oberflächen zu neuen Ausdrucksformen führt. Ihre Skulpturen wirken oft wie fließende Silhouetten, die zwischen Abstraktion und figürlicher Andeutung schwanken. Kritiker wie Michael Stoeber betonen, wie ihre Werke „Erotik buchstäblich aufschließen“ und „singulare Rhythmen lebendiger Individuen“ symbolisieren. Diese Beschreibungen spiegeln sich auch in der Verder Skulptur wider: Sie erscheint als ein dynamisches Gegenstück zur statischen Umgebung, ohne dabei ins Inszenierte abzurutschen. Stattdessen entsteht ein Dialog zwischen Materialität und Raum, der zum Verweilen einlädt.

Gölners künstlerischer Werdegang ist geprägt von zahlreichen Ausstellungen und Projekten, die ihr Werk über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Von der Galerie an der Pinakothek der Moderne München bis zu Ausstellungen im Rhododendronpark Bremen oder dem Skulpturenpark Lesmona zeigt sich ihre Vielseitigkeit – stets jedoch mit einem Fokus auf Holz als zentralem Medium. In Verden verkörpert ihre Skulptur diesen künstlerischen Ansatz in kompakter Form: Ein Werk, das durch seine handwerkliche Meisterschaft und formale Klarheit besticht, ohne dabei in Kälte zu verfallen. Vielmehr entsteht eine fast meditative Wirkung, die den Betrachter zum Nachdenken über Form, Bewegung und Existenz anregt.

Besonders bemerkenswert ist Gölners Fähigkeit, aus dem scheinbar Unauffälligen – wie einem Holzblock – etwas Außergewöhnliches zu gestalten. Ihre Skulpturen wirken oft wie „holzharte Lohen“, deren „poetisches Potential“ unendliche Assoziationen weckt. In Verden steht ihr Werk als stiller Zeuge für die Verbindung von Handwerk und moderner Kunst, die Gölner seit jeher prägt. Wer sich Zeit nimmt, die Linien und Schatten ihrer Formen zu betrachten, entdeckt eine Welt jenseits des Offensichtlichen – eine Einladung, die Kunst nicht nur zu sehen, sondern zu erleben.

Als Teil des kulturellen Erbes Verdens (Aller) bietet die Skulptur von Ulrike Gölner nicht nur eine ästhetische Bereicherung, sondern auch einen Einblick in die zeitgenössische Bildhauerei. Sie steht für die Fähigkeit der Kunst, Räume zu transformieren und den Blick für das Ungewöhnliche zu schärfen. Wer sich auf die Suche nach Gölners Werken begibt – sei es in Verden oder an anderen Orten wie dem Syker Vorwerk oder dem Mausoleum auf dem Eystruper Friedhof –, wird stets auf Werke stoßen, die durch ihre reduzierte Eleganz und innere Spannung überzeugen. Ein Besuch lohnt sich daher nicht nur für Kunstinteressierte, sondern für alle, die die Schönheit der Form in ihrer schlichten wie tiefgründigen Gestalt erleben möchten.

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