Denkmal/Gedenkstätte

Wasserstandsanzeiger

Am Strom 7, 27568 Bremerhaven

Highlights

  • Der Wasserstandsanzeiger in Bremerhaven wurde 1903 installiert und informierte bis 1973 über Gezeiten und Wasserstände.
  • Das historische Gerät am Weserdeich diente später bis 1990 zur Anzeige von Schifffahrtsbehinderungen und steht heute unter Denkmalschutz.

Tipps

  • Der Wasserstandsanzeiger ist ein historisches Gerät zur Anzeige von Gezeiten und Strömungen am Weserdeich, das 1903 installiert wurde und heute unter Denkmalschutz steht.
  • Seit 1998 gehört der Anzeiger zum Deutschen Schifffahrtsmuseum und wurde 2003 restauriert, sodass der ursprüngliche Signalbetrieb wieder funktioniert.
  • Das dazugehörige Gebäude dient in den Sommermonaten als Kiosk und war früher Teil des Systems zur Information über Wasserstände und Schifffahrtsbedingungen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Wasserstandsanzeiger

Der Wasserstandsanzeiger in Bremerhaven ist ein historisches technisches Denkmal im Stadtbezirk Bremerhaven-Nord. Errichtet wurde die Anlage im Jahr 1903 von der Geestemünder Eisengießerei und Maschinenfabrik Möhlen & Seebeck. Ursprünglich diente sie dazu, die Öffentlichkeit sowie die Schifffahrt über die aktuellen Gezeitenstände und Strömungsrichtungen am Weserstand zu informieren. Das System arbeitete mit optischen Signalen: Tagsüber und nachts wurden Wasserstände durch verschiedene Kombinationen aus Bällen und Kegeln dargestellt, wobei jeder Ball einem Meter und jeder Kegel einer 20-Zentimeter-Stufe entsprach.

Neben dem eigentlichen Anzeigemast gehört auch ein zugehöriges Dienst- und Aufenthaltsgebäude zum Komplex, das im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut wurde. In den Sommermonaten diente es zeitweise als Kiosk. Mit der Einführung moderner elektronischer Messverfahren wurde der Wasserstandsanzeiger 1973 außer Betrieb genommen. Dennoch blieb die Anlage erhalten und wurde 1976 saniert, um fortan Schifffahrtsbehinderungen und Fahrwassersperrungen anzuzeigen. Diese Funktion bestand bis ins Jahr 1990. Aufgrund seines historischen Wertes wurde der Anzeiger Anfang der 1980er Jahre unter Denkmalschutz gestellt.

Seit 1998 gehört der Wasserstandsanzeiger zu den Außenstellungen des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Eine umfassende Restaurierung im Jahr 2003 brachte den ursprünglichen Signalbetrieb wieder zum Laufen. Heute steht die Anlage als Zeugnis vergangener Nautik und Technikgeschichte im Hafenbereich und erinnert an die Zeit, als mechanische Anzeigen noch eine zentrale Rolle in der Schifffahrt spielten. Besucher loben den erhaltenen Zustand des Denkmals, auch wenn einzelne Funktionen nicht immer zuverlässig arbeiten. Einige Gäste bemängeln gelegentlich Defekte, während andere den historischen Reiz und die gute Erhaltung hervorheben.

Der Standort am Weserdeich macht den Wasserstandsanzeiger zu einem markanten Element im Stadtbild von Bremerhaven. Die Anlage ist Teil der maritimen Kultur und Geschichte der Stadt die Entwicklung der Hafeninfrastruktur nachzuvollziehen. Als eines der wenigen noch existierenden Exemplare seiner Art in Deutschland, steht der Anzeiger unter ständiger Obhut des Deutschen Schifffahrtsmuseums, das für den Erhalt und die Pflege des Objekts verantwortlich ist.

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