Hohenlohe-Museum Schloss Neuenstein
Highlights
- Schloss Neuenstein beherbergt ein Museum mit kunsthistorischen Sammlungen und dem Hohenlohe-Zentralarchiv.
- Das Renaissanceschloss mit romanischem Bergfried und Rittersaal ist seit 1878 öffentlich zugänglich.
- Zu den Exponaten zählen Jagdwaffen, Kuriositäten und Alltagsgegenstände aus sieben Hohenloher Schlössern.
Tipps
- Das Schlossmuseum ist nur einmal monatlich für Besucher geöffnet, daher vorab die Öffnungszeiten prüfen.
- Die Schlossküche und das Kunst- und Raritätenkabinett sind sehenswerte Highlights des Museums.
- Der Rittersaal dient neben der Besichtigung auch als Veranstaltungsort für Konzerte im Hohenloher Kultursommer.
Eigenschaften
Über Hohenlohe-Museum Schloss Neuenstein
Das Hohenlohe-Museum Schloss Neuenstein in der Stadt Neuenstein im Bundesland Baden-Württemberg zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region. Das Schloss selbst hat eine über 700-jährige Geschichte und steht heute im Zentrum der Stadt. Ursprünglich als staufische Wasserburg errichtet, gelangte die Anlage um das frühe 14. Jahrhundert in den Besitz der Grafen von Hohenlohe, die es im Laufe der Jahrhunderte zu einer repräsentativen Residenz im Stil der Renaissance ausbauen ließen. Heute beherbergt das Gebäude nicht nur das Museum, sondern auch das Hohenlohe-Zentralarchiv, das als größtes Privatarchiv Deutschlands gilt und Forschern sowie Heimatforschern offensteht.
Architektonisch präsentiert sich das Schloss als geschlossener Vierflügelbau mit sechs Geschossen. Besonders auffällig ist der romanische Bergfried in der Nordwestecke sowie zwei markante Rundtürme. Das Eingangsportal wird durch Wappen der Grafen von Hohenlohe geschmückt und bildet den Auftakt zu einem beeindruckenden Innenraum. Zu den architektonischen Highlights zählen der prächtige Rittersaal, der Kaisersaal sowie die voll funktionsfähige spätmittelalterliche Schlossküche, die alle im Rahmen von Führungen besichtigt werden können. Der Rittersaal dient heute auch als Veranstaltungsort für Konzerte im Rahmen des Hohenloher Kultursommers.
Das Museum selbst bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Hauses Hohenlohe sowie des Hohenloher Landes. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Epochen und zeigt unter anderem kunsthistorisch wertvolle Möbel, sakrale Kunstwerke, Gebrauchsgegenstände sowie eine umfangreiche Waffensammlung. Ein besonderes Highlight ist das Kunst- und Raritätenkabinett, in dem Kuriositäten und historische Erinnerungsstücke wie ein Hut des schwedischen Königs Gustav II. Adolf oder ein Schuh der Zarin Katharina der Großen zu bestaunen sind. Auch ein fast faustgroßer Blasenstein zählt zu den Kuriositäten des Museums. Die räumliche Gestaltung der Ausstellung folgt den Stilrichtungen der verschiedenen Epochen – vom Spätmittelalter bis hin zum Biedermeier – und vermittelt einen lebendigen Eindruck vom Leben der Adelsfamilie.
Die Geschichte des Schlosses ist eng mit der Entwicklung der Grafen von Hohenlohe verbunden. Im 16. Jahrhundert wurde es zur Residenz ausgebaut, bevor es im 18. Jahrhundert als Wohnsitz aufgegeben und später für verschiedene soziale Zwecke genutzt wurde. 1878 wurde das Gebäude erstmals als Museum eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten wurde es mehrfach restauriert, zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts durch Baumeister Bodo Ebhardt, der dem Schloss sein heutiges, prachtvolles Äußeres verlieh. Die Sammlungen des Museums stammen aus insgesamt sieben Hohenloher Schlössern und geben somit einen breiten Überblick über die Kulturgeschichte der Region.