Kirche/Kloster

St. Dionysius

Mainzer Str. 4, 56321 Rhens

Highlights

  • Die Katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Rhens ist mit ihrem Turm aus dem Jahr 1200 das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt.
  • Bereits 874 ist eine Kirche in Rhens urkundlich erwähnt, deren Standort möglicherweise identisch mit der heutigen St. Dionysiuskirche ist.
  • Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, wobei Chor und Schiff spätgotisch gestaltet wurden.

Tipps

  • Besuchen Sie den romanischen Rautendachturm aus dem 13. Jahrhundert, eines der ältesten Bauwerke von Rhens.
  • Sehen Sie sich die spätgotischen Wandmalereien links von der Liebfrauenkapelle an, die die Passion Jesu darstellen.
  • Die Kirche St. Dionysius steht zentral auf einem Friedhof, der möglicherweise auf fränkische Zeit zurückgeht.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Dionysius

Die Katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Rhens zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Region am Mittelrhein. Der Kirchturm, wahrscheinlich das älteste erhaltene Bauwerk des Ortes, entstand um das frühe 13. Jahrhundert und zeugt bereits von der langen Geschichte des sakralen Ortes. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass der heutige Friedhof bereits in der Frankenzeit als Begräbnisstätte genutzt wurde. Auch die erste urkundliche Er Erwähnung einer Kirche in Rhens stammt aus dem 9. Jahrhundert, was die Annahme einer kontinuierlichen kirchlichen Nutzung des Geländes nahelegt.

Die heutige Kirchenanlage zeigt eine baugeschichtliche Schichtung: Während der romanische Rautendachturm noch aus dem Mittelalter stammt, wurde der Kirchenraum im Spätgotischen Stil umgestaltet. Diese Umbauten datieren vermutlich in die Zeit der Stadtwerdung Rhens und des Mauerbaus. Die spätgotische Gestaltung zeigt sich etwa in der Darstellung des heiligen Christophorus an der Südwand. Im Jahr 1528 erfolgte eine weitere Instandsetzung im Zuge der Reformation, ohne jedoch den Kern des Kirchenschiffs grundlegend zu verändern. Bis 1629 diente das Gotteshaus den reformierten Gläubigen als Kirche, ehe es später wieder in katholischen Besitz überging.

Die Kirche St. Dionysius steht zentral auf dem Friedhof, der sich rechts von der Liebfrauenkapelle befindet. Auf dem Weg dorthin lassen sich an der hohen Mauerreste von Wandmalereien erkennen, die Szenen aus der Passion Jesu darstellen. Teile der Farbschicht blättern bereits ab, was den restauratorischen Herausforderungen des Denkmals Rechnung trägt. In den Jahren 1987 bis 1996 wurde die Kirche umfassend saniert, sowohl innen als auch außen. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, das sakrale Bauwerk in seiner Substanz zu erhalten und für künftige Generationen nutzbar zu machen.

Die Kirche gilt als eines der ältesten Gebäude im Ort und spiegelt in ihrer Architektur verschiedene Epochen der rheinland-pfälzischen Geschichte wider. Ihre räumliche Lage außerhalb der ursprünglichen Siedlung könnte hygienischen oder kirchenrechtlichen Gründen entsprechen, wie sie für die frühe Frankenzeit typisch waren. Die Namensgebung ehrt den heiligen Dionysius, dessen Verehrung durch Bischof Kunibert von Köln gefördert wurde, was weitere historische Verknüpfungen zur Region nahelegt.

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