Kirche/Kloster

Albert-Schweitzer-Gemeindezentrum Gudenhagen - Ev. Kirchengemeinde Brilon

Rübezahlweg 30, 59929 Brilon

Highlights

  • Die Albert-Schweitzer-Gemeindezentrum Gudenhagen der ev. Kirchengemeinde Brilon bietet Seelsorge, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Bestattungen an.
  • Die Stadtkirche Brilon (1856) im Rundbogenstil mit Schinkel-Entwurf beherbergt eine historische Orgel (1908) und eine Glocke (1594).
  • Jährlich werden hier etwa 25–30 Jugendliche konfirmiert und über 40 Taufen sowie rund 45 Beerdigungen abgehalten.

Tipps

  • Der Besuch der Stadtkirche Brilon ermöglicht einen Einblick in den romantisierenden Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen des Architekten Schinkel.
  • Die historische Glocke aus dem Jahr 1594 im Glockenturm bietet einen akustischen Bezug zur reformatorischen Geschichte der Region.
  • Die pneumatische Orgel aus dem Jahr 1908 im Emporenbereich zeigt ein selten erhaltenes romantisches Klangbild aus der frühen Orgelbaugeschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales im Albert-Schweitzer-Gemeindezentrum Gudenhagen

Das Albert-Schweitzer-Gemeindezentrum Gudenhagen der Evangelischen Kirchengemeinde Brilon ist ein zentraler Ort des geistlichen und gemeindlichen Lebens in der Stadt. Als Teil der historischen evangelischen Tradition Brilons verbindet es die Verbindung zur reformatorischen Geschichte mit zeitgemäßen Angeboten für die Gemeinde. Die Kirchengemeinde begleitet ihre Mitglieder in allen Lebenslagen – von der Taufe über die Konfirmation bis hin zu Trauerfeiern und Hochzeiten. Mit jährlich etwa 40 Taufen, rund 45 Bestattungen und 25 bis 30 Konfirmationen zeigt sich die lebendige Verbundenheit der Bevölkerung mit dem evangelischen Glauben.

Ein besonderes Juwel der Kirchengemeinde ist die Stadtkirche Brilon, die 1856 im romantisierenden Rundbogenstil nach Plänen des Berliner Architekten Schinkel errichtet wurde. Aus behauenem Bruch- und Sandstein gefertigt, besticht sie durch ihre vier kleinen Ecktürmchen und den im Jahr 1922 angebauten Glockenturm, der den ursprünglichen Giebelturm ersetzte. Im Inneren beeindruckt eine seltene pneumatische Orgel aus dem Jahr 1908 mit ihrem romantischen Klangbild, die im Emporenbereich thront. Die Kirche beherbergt zudem das Gemeindebüro und ein Jugend-Café, das als Treffpunkt für Jung und Alt dient.

Die Geschichte der evangelischen Gemeinde in Brilon ist eng mit der Region verbunden. Ursprünglich gehörte Brilon zu Kurköln, wo das Bekenntnis der Untertanen vom Kölner Erzbischof bestimmt wurde. Erst nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 und dem Einsatz des Erzbischofs G. entstanden 1583 erste reformatorische Bewegungen in der Stadt. Später wurden den Evangelischen durch königliche Reskripte Gottesdienstversammlungen in der ehemaligen Minoritenkirche gestattet. Als 1821 eine eigene evangelische Gemeinde in Meschede entstand, wurde Brilon dieser angegliedert. Seit 1976 steht die Stadtkirche unter Denkmalschutz, was ihre historische Bedeutung unterstreicht.

Im Turm der Stadtkirche hängt eine Glocke aus dem Jahr 1594, die in Erfurt gegossen wurde – ein Zeugnis der langen Tradition evangelischen Glaubens in der Region. Das Gemeindezentrum in Gudenhagen ergänzt dieses Erbe durch moderne Angebote wie den „EinBlick“, eine viermal jährlich erscheinende Publikation, die gegen eine Gebühr bestellt werden kann. So verbindet die Kirchengemeinde Brilon historische Tiefe mit lebendiger Gegenwart und bietet ihren Mitgliedern einen Ort der Begegnung, des Glaubens und der Gemeinschaft.

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