Frettholz
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Frettholz liegt östlich von Brilon und umfasst 13,5 Hektar.
- Es besteht aus Wald, Grünland und Schwermetallrasen und ist Teil eines FFH-Gebiets.
- Im Gebiet kommen seltene Pflanzen wie Echte Betonie und Arznei-Thymian vor.
Tipps
- Das Gelände ist durch die Almetalbahn in zwei Teile geteilt, daher lohnt sich ein Rundgang, um beide Abschnitte zu erkunden.
- Im Südosten befindet sich eine Schwermetallrasenfläche auf einer ehemaligen Abraumhalde, die botanisch interessant ist.
- Ein kleiner Kalkmagerrasen im Westen zeigt sich zunehmend verbuscht, bietet aber immer noch seltene Pflanzenarten wie Echte Betonie.
Eigenschaften
Ausflug Natur Berg Gipfel in Frettholz bei Brilon
Das Frettholz ist ein Naturschutzgebiet östlich der Stadt Brilon im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen. Mit einer Fläche von 13,5 Hektar zählt es zu den kleineren, aber ökologisch wertvollen Landschaftseinheiten der Region. Es wurde aufgrund seiner besonderen naturräumlichen Ausstattung im Rahmen des Landschaftsplans Briloner Hochfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist Teil des europäischen FFH-Gebiets „Kalkkuppen bei Brilon“. Das Gelände ist geprägt durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Wald, Grünland und Ruderalfluren, die auf ehemaligen Nutzungsflächen entstanden sind.
Im Zentrum des Naturschutzgebiets steht ein vielfältiges Biotopgeflecht. Waldflächen sind hier von einem Waldmeister-Rotbuchenwald bedeckt, während die offenen Flächen vor allem aus intensiv genutzten Wiesen und Weiden, Kalkmagerrasen sowie Schwermetallrasen bestehen. Besonders erwähnenswert ist ein kleiner, zunehmend verbuschter Kalkmagerrasen im Westen des Gebiets, der von der Echten Betonie dominiert wird. In der Südosthälfte finden sich auf ehemaligen Abraumhalden des Galmeibergbaus flächige Schwermetallrasen, die durch ihre lockere Bodenstruktur und hohe Flechtenanteile auffallen. Die nördlichen Grünlandbereiche werden traditionell durch Rinderbeweidung gepflegt, was zur Erhaltung der artenreichen Flurbeiträge beiträgt.
Das Gelände wird durch die Trasse der ehemaligen Almetalbahn in zwei Abschnitte geteilt. Südlich des Bahneinschnitts erstreckt sich ein weiterer Schwermetallrasen auf welligem, brachgefallenem Gelände. Der Einschnitt selbst offenbart stellenweise Felsen mit einer Höhe von über drei Metern, die eine typische Felsvegetation beherbergen. Entlang der Bahntrasse zieht sich eine dichte, dornige Hecke, die als Pufferzone zu den intensiver genutzten Grünlandflächen dient. Diese Gebüsche bieten Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten und tragen zur inneren Strukturvielfalt des Gebiets bei.
Das Frettholz beherbergt eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzenarten, darunter seltene und standorttypische Arten wie Arznei-Thymian, Echte Betonie, Echte Nelkenwurz, Gelbes Sonnenröschen, Hallersche Schaumkresse und Rundblättrige Glockenblume. Diese Artenvielfalt wird durch die unterschiedlichen Bodenverhältnisse und die vielfältigen Biotope begünstigt, darunter auch Ruderalfluren und Pioniergehölze auf ehemaligen Deponieflächen. Die Kombination aus naturnahen Kalkmagerrasen, Schwermetallstandorten und beweideten Flächen macht das Frettholz zu einem wichtigen Refugium für heimische Artenvielfalt in der Kulturlandschaft um Brilon.
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Häufige Fragen zu Frettholz
Wo liegt das Naturschutzgebiet Frettholz?
Quelle: wikipedia
Welche Biotope gibt es im NSG Frettholz?
Quelle: wikipedia
Warum ist das Frettholz ein Naturschutzgebiet?
Quelle: wikipedia
Gibt es im Frettholz besondere Flächen mit historischer Nutzung?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielt die Almetalbahn im NSG Frettholz?
Quelle: wikipedia