Parks & Gärten

Steinberg

Altenbüren 9982, 59929 Brilon

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Altenbürener Steinberg liegt im Stadtgebiet Brilon und grenzt an Olsberg.
  • Es umfasst einen Teil eines Diabasfelszuges mit bis zu sechs Meter hohen Felsen und farnreichen Schluchtwäldern.
  • Das Gebiet schützt einen strukturreichen Eichen-Buchen-Wald sowie seltene Pflanzen- und Tierarten.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Steinberg in Brilon ist ideal für Naturbeobachtungen, insbesondere wegen seiner farnreichen Schluchtwälder und vielfältigen Pflanzenarten.
  • Aufgrund der steilen Felsen und unterschiedlichen Expositionen eignet sich das Gebiet gut für abwechslungsreiche Wanderungen mit variierenden Ausblicken.
  • Besucher sollten die historisch geprägte Eichenwaldstruktur und das Vorkommen seltener Pflanzenarten wie des Ährigen Christophskrauts beachten.

Eigenschaften

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Über Steinberg

Der Steinberg liegt im Südwesten der Stadt Brilon im Landkreis Kassel, nahe der Grenze zum angrenzenden Stadtgebiet von Olsberg. Das Gelände gehört zum Naturschutzgebiet Altenbürener Steinberg, das eine Fläche von rund 23 Hektar umfasst. Es erstreckt sich entlang des östlichen Endes eines Diabasfelszuges und weist sowohl steile nördliche als auch sanftere südliche Hänge auf. Bis zu sechs Meter hohe Felsen prägen das Landschaftsbild, unterhalb derer sich farnreiche Ahorn-Schluchtwälder befinden.

Die Vegetation des Gebiets ist geprägt von einem Eichen-Hainsimsenwald, der stellenweise durch Mischungen aus Rotbuche, Bergahorn und Eberesche ergänzt wird. Im Osten grenzt ein kleiner reiner Buchenwald an das Kernschutzgebiet an. Historische Niederwaldwirtschaft hat maßgeblich zur Struktur des heutigen Laubwaldes beigetragen. Auffallend sind die oft flechtenreichen Eichen mit einem Durchmesser von durchschnittlich 40 Zentimetern bei Ausweisung des Naturschutzgebiets. Charakteristisch für den Wald sind zudem größere Anteile an Alt- und Totholz. Eine Hochspannungsleitung durchquert das westliche Gebiet; unterhalb der Trasse entwickelt sich ein Hasel-Gebüsch, während im Süden ein kleiner Borstgrasrasen vorhanden ist.

Das Naturschutzgebiet beherbergt eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzenarten, darunter seltene Arten wie Ährige Teufelskralle, Braunstieliger Streifenfarn, Buchenfarn, Busch-Windröschen, Ähriges Christophskraut, Draht-Schmiele, Eichenfarn, Frauenfarn sowie Gewöhnlicher Wurmfarn. Diese Artenvielfalt unterstreicht die ökologische Bedeutung des Gebiets. Im Landschaftsplan wird der Steinberg als Teil eines zusammenhängenden Lebensraums mit dem benachbarten Naturschutzgebiet Hölzerner Peter gewertet. Aufgrund seiner strukturellen Vielfalt und des Vorkommens eines FFH-Lebensraumtyps gilt das Gebiet als Refugial- und Trittsteinlebensraum von regionaler Bedeutung.

Der Schutzstatus dient dem Erhalt und der Optimierung des strukturreichen Eichen-Buchen-Waldes sowie anderer ökologisch wertvoller Biotope wie Gebüsche, Borstgrasrasen und Waldränder. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Diabasklippen und Blockschutthalden aus erdgeschichtlicher Sicht. Neben der ökologischen Funktion wird auch die landschaftliche Eigenart und Schönheit des Steinbergs als schützenswert angesehen, wodurch seine Bedeutung über den reinen Naturschutz hinausgeht.

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