Eifeler Glockengießerei
Highlights
- Die Eifeler Glockengießerei in Brockscheid wurde 1840 gegründet und ist seit fast 400 Jahren ein traditionsreiches Familienunternehmen.
- Nach einer Insolvenz 2019 wurde die Gießerei von den neuen Eigentümern als Museum weitergeführt und bleibt so erhalten.
- Bekannte Glocken wie die Christusglocke von St. Johannes Baptist in Neheim oder das Geläut des Mindener Doms stammen aus Brockscheid.
Tipps
- Führungstermine unbedingt im Voraus absprechen, da spontane Besuche nicht immer möglich sind.
- Das Gelände teilt sich mit einem Agrartechnik-Unternehmen, Besucher sollten sich auf ein kleineres Museum einstellen.
- Freie Führungen finden in den Sommerferien freitags um 15 Uhr statt, Eintritt ist gestaffelt nach Alter.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Eifeler Glockengießerei in Brockscheid entdecken
Die Eifeler Glockengießerei in Brockscheid, im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz gelegen, ist ein Ort von großer historischer und kultureller Bedeutung. Seit über vier Jahrhunderten pflegen Glockengießer aus der Familie Mark hier das traditionsreiche Handwerk des Glockengießens. Die Gießerei, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, ist ein lebendiges Zeugnis der regionalen Kulturgeschichte und zählt zu den letzten ihrer Art in Deutschland. Sie ist nicht nur für ihre handwerkliche Präzision bekannt, sondern auch für die Herstellung einzigartiger Glocken, die in Kirchen und Gemeinden weit über die Region hinaus ihren Klang verbreiten.
Nach einer schweren finanziellen Krise, die zur Insolvenz des Unternehmens führte, wurde die Glockengießerei in kleinerem Umfang durch die neuen Eigentümer des Geländes übernommen und als eigenständiger Geschäftsbereich erhalten. Seitdem wird sie als Museum weitergeführt, wodurch das kulturelle Erbe lebendig bleibt. Besucher können auf Führungen erfahren, wie aus Erz und Lehm ein Klangkörper entsteht, der Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte überdauert. Die Führungen bieten spannende Einblicke in die komplexen Arbeitsschritte – vom Gießen über das Stimmen bis hin zur kunstvollen Verzierung der Glocken.
Zu den herausragenden Werken der Eifeler Glockengießerei zählen mehrstimmige Geläute für bedeutende Kirchen, darunter der Mindener Dom und die Liebfrauenkirche in Hamm. Besonders beeindruckend ist die Christusglocke von St. Johannes Baptist in Neheim, die mit über 7.200 Kilogramm zu den schwersten je gegossenen Glocken zählt. Aber auch leichtere Exemplare, wie die Glocke der Kirche Christi Auferstehung in Bonn-Röttgen, zeugen von der Vielseitigkeit und handwerklichen Exzellenz der Brockscheider Glockengießer. Die Klangkörper werden nach traditionellen Verfahren von Hand gefertigt und tragen oft kunstvolle Inschriften sowie religiöse oder regionale Symbole.
Die Eifeler Glockengießerei ist nicht nur ein Ort der Produktion, sondern auch ein kultureller Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, die nicht nur das technische Verfahren, sondern auch die Geschichte der Glockengießerei und ihrer Familie beleuchten. In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Brockscheid und der Verbandsgemeinde Daun werden zudem Pläne für den Neubau eines Museums und eines Cafés umgesetzt, um den Besuch noch attraktiver zu gestalten. Die Gießerei bleibt damit ein lebendiges Stück Geschichte, das die Verbindung von Handwerk, Klang und Tradition in der Eifel widerspiegelt.
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Häufige Fragen zu Eifeler Glockengießerei
Wo befindet sich die Eifeler Glockengießerei?
Quelle: wikipedia
Seit wann gibt es die Glockengießerei in Brockscheid?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit der Gießerei nach der Insolvenz 2019?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen Glocken wurden in Brockscheid gegossen?
Quelle: wikipedia
Bietet die Eifeler Glockengießerei Führungen an?
Quelle: website