Peterskirche
Highlights
- Die Peterskirche in Bruchsal ist eine barocke Pfarrkirche von Balthasar Neumann und letzte Grablege der Speyerer Fürstbischöfe.
- Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs nicht beschädigt und liegt südöstlich des Stadtkerns.
- Die Kirche entstand 1736–1749 als Neubau auf den Ruinen einer gotischen Vorgängerkirche.
Tipps
- Die Peterskirche liegt südöstlich des Bruchsaler Stadtkerns und ist zu Fuß vom Hauptfriedhof aus erreichbar.
- Der barocke Kirchenbau von Balthasar Neumann ist denkmalgeschützt und wurde 2022 zum „Denkmal des Monats“ gewählt.
- Aufgrund von Renovierungsarbeiten ist der Kirchenbesuch bis 2022 eingeschränkt möglich.
Eigenschaften
Über Peterskirche
Die Peterskirche in Bruchsal ist eine bedeutende barocke Pfarrkirche und zählt zu den herausragenden Baudenkmälern der Region. Gelegen südöstlich des Stadtkerns, hat sie den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden und prägt mit ihrer markanten Doppelturmfassade den südlichen Stadtrand. Die Kirche dient nicht nur als Gotteshaus, sondern war auch die letzte Ruhestätte der Speyerer Fürstbischöfe. Aufgrund ihrer geschichtlichen wie architektonischen Bedeutung wurde sie 2022 von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zur „Denkmal des Monats“ ernannt.
Die Geschichte der Peterskirche reicht weit zurück. Bereits 1278 wird eine Kapelle auf dem Gelände urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach zerstört und neu errichtet. Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs brannte die Kirche 1689 nieder. Ein Wiederaufbau unter Fürstbischof Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim folgte Anfang des 18. Jahrhunderts. 1736 beauftragte Bischof Schönborn den renommierten Architekten Balthasar Neumann mit der Planung eines barocken Neubaus, der zugleich als Bischofsgrabeskirche dienen sollte. Der Baubeginn erfolgte 1740, die Grundsteinlegung 1742.
Die Kirche wurde 1746 erstmals für Gottesdienste genutzt und 1749 feierlich geweiht. Im Inneren erhielt sie prächtige barocke Altäre. Die Bischofsgruft unter dem Kirchenraum wurde 1755 vollendet und beherbergte die letzten Ruhestätten mehrerer Fürstbischöfe. Unter den Glocken befinden sich fünf barocke Exemplare, die 1745 in Würzburg gegossen wurden und noch heute in Betrieb sind. Die Bauleitung oblag Johann Georg Stahl, der nach seinem Tod auf dem angrenzenden Friedhof begraben wurde. Die Fertigstellung des Bauwerks erfolgte unter Bischof Franz Christoph von Hutten zum Stolzenberg.
Die Peterskirche ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden und bildet einen zentralen Bestandteil des kulturellen Erbes von Bruchsal. Sie liegt direkt neben dem Hauptfriedhof und ragt mit ihrem barocken Zentralbau und den Türmen markant über die umliegende Landschaft. Die Kirche ist sowohl für ihre Architektur als auch für ihre Funktion als historische Grablege von kirchlichen Würdenträgern von großer Bedeutung. Aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten war der Zugang bis 2022 eingeschränkt, was Besucher*innen bedauerten.