Denkmal/Gedenkstätte

Kursächsische Postmeilensäule

Str. des Friedens 71, 14822 Brück

Highlights

  • Die Kursächsische Postmeilensäule in Brück ist die nördlichste ihrer Art und liegt nahe Potsdam und Berlin.
  • Errichtet 1730, zeigt sie Entfernungen zu Orten entlang ehemaliger Poststraßen in Kursachsen.
  • Heute steht sie in der Straße des Friedens, nach 1844 vom ursprünglichen Standort am Belziger Tor verschoben.

Tipps

  • Die kursächsische Postmeilensäule in Brück ist die nördlichste ihrer Art und steht heute an der Straße des Friedens, Ecke Ernst-Thälmann-Straße.
  • Gut erhaltene Distanzsäule von 1730, ursprünglich vor dem Belziger Tor errichtet, bietet Einblicke in die sächsische Postgeschichte.
  • Von der B246 aus gut erreichbar, 260 Meter in Richtung Borkheide liegt zudem das Deutsche Kriegerdenkmal.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kursächsische Postmeilensäule

Die Kursächsische Postmeilensäule in Brück ist eine historische Distanzsäule aus dem frühen 18. Jahrhundert und zählt zu den nördlichsten ihrer Art. Ursprünglich vor dem Belziger Tor errichtet, wurde sie später an ihren heutigen Standort in der Straße des Friedens verlegt. Sie dient als Zeugnis des kursächsischen Postwesens und der damaligen Bemühungen, präzise Entfernungsangaben entlang der Poststraßen bereitzustellen. Die Säule ist Teil eines umfassenden Netzwerks, das unter der Anleitung von Adam Friedrich Zürner entstand, einem Geographen und Kartografen, der maßgeblich zur Vermessung und Kartierung des Kurfürstentums Sachsen beitrug.

Die Säule selbst entspricht einem standardisierten Baustil, der für die kursächsischen Postmeilensäulen typisch ist. Sie besteht aus mehreren Bauteilen, darunter Sockel, Postament und Schaft, auf dem Ortsangaben und Wegzeiten eingetragen sind. Auf drei Seiten ist der Ortsname „Brück“ zu lesen, darunter in strukturierter Form aufgelistete Orte mit zugehörigen Zeitangaben. Diese Angaben beziehen sich nicht direkt auf Reisezeiten, sondern spiegeln die Entfernungen in Einheiten von Wegstunden wider, basierend auf der kursächsischen Meile von etwa 9.062 Metern. Die Unterkante des Schafts zeigt das Errichtungsjahr sowie ein Posthorn, Symbole der damaligen postalischen Organisation.

Die Errichtung solcher Säulen wurde 1721 durch Kurfürst August den Starken angeordnet, um die Orientierung entlang der Poststraßen zu verbessern. Die Finanzierung oblag jedoch nicht dem Staat, sondern den jeweiligen Gemeinden, was zu lokalem Widerstand führte. Infolgedessen wurden nicht alle Säulen an den ursprünglich vorgesehenen Stellen, etwa vor Stadttoren, aufgestellt. Die Brücker Säule wurde 1844 an ihren heutigen Standort versetzt und 1969 umfassend restauriert. Sie gilt als mathematisch und historisch bedeutsames Objekt und wurde 2017 sogar als „Mathematischer Ort des Monats“ ausgezeichnet.

Die Kursächsische Postmeilensäule in Brück liegt heute an einer gut erreichbaren Stelle im Ort, nahe der Kreuzung mehrerer Straßen, darunter die Brandenburger Straße und die Ernst-Thälmann-Straße. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das Deutsche Kriegerdenkmal, etwa 260 Meter in Richtung Borkheide. Die Säule ist ein markanter Ort für Interessierte der Verwaltungs- und Verkehrsdaten des frühen 18. Jahrhunderts und dokumentiert die technischen wie administrativen Errungenschaften der Zeit. Mit nur zwei Bewertungen auf Google verzeichnet sie eine durchschnittliche Bewertung von 4,8 von 5 Sternen.

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