Denkmal/Gedenkstätte

"Stein des Mittagsschattens"

Brüderstraße 53b, 51427 Bergisch Gladbach

Tipps

  • Der rote Granitstein des Obelisken bildet einen markanten Kontrast zum blauen Himmel und zur Rasenfläche – ideal für Fotografien mit klaren Farben.
  • An sonnigen Tagen zeigt der Schatten des 3 Meter hohen Steins auf dem Boden die Position der Sonne zur Mittagszeit an – ein praktischer Hinweis für Orientierung.
  • Die Anlage lädt zur Ruhepause ein und bietet freie Sichtlinien zur Beobachtung des Schattenspiels im Laufe des Tages.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über "Stein des Mittagsschattens"

Der „Stein des Mittagsschattens“ ist eine bedeutende künstlerische Installation in Bergisch Gladbach, die sich im Rheinisch-Bergischen Kreis befindet. Das Werk wurde 1985 als Teil des Programms „Kunst am Bau“ der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) geschaffen. Es zählt heute zu den bekanntesten Denkmälern der zeitgenössischen Kunst in der Region und ist ein markantes Beispiel für die Verbindung von Architektur, Landschaft und astronomischer Funktion.

Gestaltet wurde das Kunstwerk vom westfälischen Künstler Franz Rudolf Knubel, der mit seiner Arbeit eine leere Freifläche im direkten Umfeld der BASt wiederbelebte. Die Installation besteht aus einem drei Meter hohen Obelisken aus rotem Granit, der auf einer Rasenfläche steht. Die klare Form des Steins und seine Farbe bilden einen starken visuellen Kontrast zum Himmel und zur umliegenden Landschaft, was besonders an sonnigen Tagen auffällt. Die künstlerische Absicht ging über reine Ästhetik hinaus: Sie sollte einen Ort schaffen, der sowohl zur Ruhe einlädt als auch Wissen vermittelt.

Der Name „Stein des Mittagsschattens“ bezieht sich auf die Funktion des Obelisken als Sonnenuhr. An seinem Schatten lassen sich bestimmte astronomische Ereignisse ablesen, darunter die Sommersonnenwende und die Wintersonnenwende. Diese Eigenschaft macht das Kunstwerk zu einem interaktiven Element, das den Betrachter dazu einlädt, sich mit dem Lauf der Sonne und den Jahreszeiten auseinanderzusetzen. Die präzise Ausrichtung des Steins unterstreicht die Verbindung von Kunst und Naturwissenschaft.

Die Umgebung des Denkmals ist geprägt von der Nähe zur Bundesanstalt für Straßenwesen, was ursprünglich den Auftrag des Kunstwerks bestimmte. Die BASt wollte mit der Installation eine Freifläche aufwerten, die ansonsten von der umliegenden Straßeninfrastruktur dominiert wurde. Das Ergebnis ist eine ruhige Grünfläche, die sowohl für Spaziergänge als auch für kurze Pausen genutzt werden kann. Die klare Gestaltung des Steins und seine landschaftliche Einbettung machen ihn zu einem ruhigen, aber denkwürdigen Ort inmitten der urbanen Umgebung.

Mit einer Bewertung von 4,80 von 5 Sternen bei Google gehört der „Stein des Mittagsschattens“ zu den besonders positiv bewerteten Kulturdenkmälern in Bergisch Gladbach. Besucher schätzen die klare Formensprache, die Farbkontraste und die besondere Funktion des Kunstwerks. Viele sehen in ihm ein Beispiel dafür, wie zeitgenössische Kunst Räume positiv verändern und gleichzeitig Wissen und Natur miteinander verbinden kann.

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