Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab Neuenfeld 1

17291 Schönfeld

Highlights

  • Großsteingrab Neuenfeld 1 ist ein jungsteinzeitliches Megalithgrab der Trichterbecherkultur im Landkreis Uckermark.
  • Das Grab befindet sich südsüdöstlich von Neuenfeld an einer Wegkreuzung und ist heute noch teilweise erhalten.
  • Es handelt sich um einen Urdolmen mit erkennbarer Hügelschüttung und in situ stehenden Wandsteinen.

Tipps

  • Das Großsteingrab Neuenfeld 1 liegt südsüdöstlich von Neuenfeld an der Kreuzung der Wege von Klockow nach Osten und von Neuenfeld nach Carmzow auf einem Feld.
  • Von der ursprünglichen Kammer stehen heute drei Steine in situ, darunter der Deckstein mit einer Länge von 2,2 Metern.
  • Die Grabanlage ist Teil der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und war einst von einem Rollsteinhügel umgeben.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Neuenfeld 1

Das Großsteingrab Neuenfeld 1 ist eine bedeutende archäologische Denkmalstätte der Jungsteinzeit im Ortsteil Schönfeld, Kreis Uckermark, Brandenburg. Es zählt zu den wenigen erhaltenen Großsteingräbern der ehemals sieben megalithischen Anlagen, die der Trichterbecherkultur des Neolithikums zugeordnet werden. Die Anlage trägt die Sprockhoff-Nummer 457 und befindet sich südsüdöstlich von Neuenfeld an der Kreuzung der Wege von Klockow nach Osten und von Neuenfeld nach Carmzow. Ursprünglich von einem Rollsteinhügel umgeben, ist die Grabkammer heute als Urdolmen mit nordost-südwestlicher Ausrichtung erkennbar, wenngleich die Hügelschüttung flach geworden ist.

Die Kammer des Großsteingrabs besteht aus mehreren in situ verbliebenen Steinblöcken. Dazu gehören der aufrecht stehende nordöstliche Abschlussstein sowie zwei längs liegende Wandsteine mit einer Länge von 1,8 und 1,6 Metern. Der Schwellstein der südwestlichen Schmalseite fehlt. Der Deckstein ist mit einer Länge von 2,2 Metern, einer Breite von 1,8 Metern und einer Dicke von 0,8 Metern noch vorhanden und weist auf seiner Oberfläche Schälchen auf. Die innere Kammer misst etwa 1,6 Meter in der Länge und 0,9 Meter in der Breite. Diese architektonischen Merkmale entsprechen dem typischen Baustil der jungsteinzeitlichen Megalithgräber der Region.

Von den weiteren Großsteingräbern bei Neuenfeld sind heute nur noch die Anlagen 2 und 3 in fragmentarisch erhaltenem Zustand auffindbar. Diese liegen etwa 300 Meter südöstlich von Grab 1 und stehen etwa 15 Meter voneinander entfernt. Die übrigen Anlagen wurden im 19. Jahrhundert zerstört. In der näheren Umgebung fanden Archäologen zudem bronzezeitliche Grabhügel sowie weitere Funde aus der Trichterbecherkultur, darunter eine Steinkiste, Flachgräber und Keramikfragmente. Diese Funde unterstreichen die Bedeutung der Region als Siedlungsraum über einen langen Zeitraum der Urgeschichte.

Das Großsteingrab Neuenfeld 1 gilt als Zeugnis der kulturellen und rituellen Praxis der jungsteinzeitlichen Bevölkerung. Die Anlage wurde vermutlich mehrfach für Bestattungen genutzt, was für Großsteingräber dieser Epoche typisch ist. Ihre Erhaltung bietet einen Einblick in die architektonischen Fähigkeiten und das Weltbild der damaligen Gesellschaft. Die archäologische Erforschung ähnlicher Gräber in der Region hat gezeigt, dass diese Strukturen nicht nur als Grabstätten, sondern auch als zentrale Orte des kollektiven Gedächtnisses fungierten.

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