Museum

Der Neue Geschichtsboden

Ziegeleistraße 15, 85447 Buch am Erlbach-Vatersdorf

Highlights

  • Der ‚Neue Geschichtsboden‘ vereint Archiv, Museum, Bibliothek und Werkstatt mit einzigartigen Hofgeschichten eines Landstrichs – regionalhistorisch einmalig dokumentiert.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Besuch der Dauerausstellung und der Werkstattbereiche.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gebäude erleichtert die Anreise für alle Besucherinnen und Besucher.
  • Die Kombination aus Archiv, Museum und Bibliothek bietet vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturmuseum: Geschichtsboden Buch am Erlbach-Vatersdorf

Der Neue Geschichtsboden in Buch am Erlbach-Vatersdorf ist ein einzigartiges Kultur- und Erinnerungszentrum, das sich der lebendigen Aufarbeitung der regionalen Geschichte verschrieben hat. Gegründet von Hans Schneider, einem leidenschaftlichen Heimatforscher, vereint das Haus Archiv, Museum, Bibliothek und Werkstatt unter einem Dach. Sein Ansatz ist dabei stets praxisnah: „Mich interessiert immer das Leben“, betont er, und genau diese Perspektive prägt die Arbeit des Geschichtsbodens. Durch akribisch dokumentierte „Hofgeschichten“ und eine umfangreiche Sammlung von Objekten, Dokumenten und Zeitzeugnissen entsteht ein faszinierendes Bild der lokalen Vergangenheit – eine solche Zusammenstellung ist in der Regionalforschung ihresgleichen.

Das Gebäude selbst ist ein historisches Juwel, das durch die Trägerschaft der Kastulus-Bader-Stiftung und die Unterstützung der Ziegelwerke Leipfinger-Bader in fünfter Generation zu neuem Leben erweckt wurde. Eine umfassende Sanierung inklusive barrierefreier Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Parkplatz und WC – machte den Ort für ein breites Publikum zugänglich. Der Fokus liegt dabei nicht auf statischer Ausstellung, sondern auf einer interaktiven Auseinandersetzung mit Heimat und Identität. Die Dauerausstellung sowie regelmäßige Veranstaltungen wie Vorträge oder Sonderprojekte laden Besucher ein, die Geschichte aktiv zu erleben und zu hinterfragen.

Ein besonderes Highlight ist die sogenannte „Sammlungs-Cloud“, eine digitale und physische Übersicht über fast tausend Ausstellungsstücke, die über Jahrhunderte die Region geprägt haben. Ob Alltagsgegenstände, historische Dokumente oder persönliche Erinnerungen – die Sammlung spiegeln 800 Jahre lokaler Geschichte wider. Sonderausstellungen wie „Zeitlang“, die das Leben einer Reiter-Familie über Generationen nachzeichnet, oder „Gebaute Moderne“, die bahnbrechende Bauwerke der klassischen Moderne in Bayern beleuchtet, zeigen die Vielfalt der Themen. Auch kreative Ansätze wie fotografische Ausstellungen zur Naturlandschaft der Isar oder emotional aufbereitete Filmbeiträge ergänzen das Angebot und wecken Bewusstsein für den respektvollen Umgang mit Heimat.

Der Neue Geschichtsboden versteht sich als lebendiger Ort der Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Durch seine offene Ausstellungsphilosophie und die Verbindung von Forschung, Bildung und Kreativität wird er zum Ort der Reflexion – nicht nur für Einheimische, sondern für alle, die sich für die Geschichten hinter den Dingen interessieren. Ob als Inspiration für eigene Projekte, als Fundus für Forscher oder als Ort der Begegnung: Hier wird Geschichte nicht nur bewahrt, sondern zum Erleben und Mitgestalten eingeladen.

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