St. Johannis
Highlights
- Die St.-Johannis-Kirche an der Schulstraße 18 ist der älteste Teil der Kirche aus dem 13. Jahrhundert.
- 1516 begann der Chorbau zu Ehren des Täufers Johannes; 1546 entstand ein spätgotisches Südportal mit Rundbogen.
- Spätgotische Steinmetzarbeiten zeigen große Maßwerkfenster und ein gekehltes Sockelgesims; 1739/63 wurde Kanzel und Verzierung ergänzt.
Tipps
- Der älteste Teil der Kirche zeigt sich im romanischen Westportal aus dem 13. Jahrhundert mit spätgotischen Anpassungen aus dem Jahr 1546.
- Die spätgotischen Steinmetzarbeiten sind an den großen Maßwerkfenstern und dem gekehlten Sockelgesims deutlich erkennbar.
- An der Südostecke des Chores befindet sich eine 1516 in den Stein gemeißelte Inschrift, die den Beginn des Chorbaus dokumentiert.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Johannis – Schulstraße 18
Die evangelische Kirche St. Johannis in Schulstraße 18 ist ein historisches Juwel mit einer bewegten Vergangenheit, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Als Teil der ehemaligen Stadt Magdala – die 1288 durch die Grafen von Orlamünde das Stadtrecht erhielt – gilt sie als einer der ältesten Bauteile der Region. Besonders beeindruckend ist das südliche Portal, das 1546 in spätgotischer Rundbogenform errichtet wurde und mit fein gearbeitetem Maßwerk sowie einem gekehlten Sockelgesims besticht. Diese Steinmetzarbeiten zeugen von der handwerklichen Meisterschaft der damaligen Zeit.
Das Innere der Kirche wird geprägt von einem Chor, dessen Bau 1516 zu Ehren des Heiligen Johannes des Täufers begonnen wurde – wie eine alte Inschrift an der Südostecke des Pfarrhauses verrät. Der markante, dreigeschossige Westturm mit seinen spätgotischen Fenstern ragt über das Kirchendach hinaus und beherbergt drei Glocken. Zwei kleinere Glocken mussten 1917 im Ersten Weltkrieg abgeliefert werden und wurden später durch Gussstahlglocken ersetzt. Über dem Turmaufsatz findet sich ein geschwungener Rahmen, der auf die handwerkliche Verbindung von Tischler- und Malerarbeit hinweist: 1739 entstand hier die Kanzel, die 1763 von einem Künstler verziert wurde.
Mit ihrer Mischung aus gotischen und barocken Elementen bietet St. Johannis nicht nur architektonische Schönheit, sondern auch eine stille Atmosphäre zum Verweilen. Besonders die detailreichen Steinmetzarbeiten und die historische Inschrift machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte.
Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,5 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) wird die Kirche von Besuchern als wertvolle kulturelle Stätte geschätzt. Sie lädt ein, die Spuren vergangener Epochen zu erkunden und die Verbindung von sakraler Architektur mit regionaler Geschichte zu erleben – ein Muss für alle, die Magdala und seine Umgebung aus einer anderen Perspektive entdecken möchten.