Kirche/Kloster

Mariä Himmelfahrt

Hupoldweg 5, 87452 Altusried-Frauenzell

Highlights

  • Mariä Himmelfahrt in Altusried-Frauenzell vereint eine Wallfahrt mit historischem Kreuzweg seit dem 17. Jahrhundert und einer 1666 urkundlich erwähnten Opferstock-Einnahme.
  • Die Kleine Kapelle wird 2024/25 restauriert, während seit 1985 private Grabkreuze den Wallfahrtsort prägen und bis in den Wald reichen.
  • Ein 1666 dokumentierter Altar aus Frauenzell stand einst im Pestkreuz von Maggmannshofen, das im Dreißigjährigen Krieg errichtet wurde.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zum Gelände.
  • Die Kirche bietet regelmäßig Wort-Gottes-Feiern sowie Andachten im Jahreskreis und zu besonderen Anlässen an.
  • Der historische Kreuzweg mit 14 Stationen lädt zu einer meditativen Wanderung durch die umliegende Landschaft ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Altusried-Frauenzell: Mariä Himmelfahrt

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Altusried-Frauenzell ist ein bedeutender sakraler Ort mit einer bewegten Geschichte, der sich tief in das kulturelle Erbe der Region eingraviert hat. Die Kirche steht an einem historischen Wallfahrtsweg, der seit Jahrhunderten Pilger und Gläubige anzieht. Ihr Ursprung lässt sich bis in die Pestzeit des Dreißigjährigen Krieges zurückverfolgen, als hier ein Kreuz der Pesttoten des Weilers Maggmannshofen errichtet wurde. Später entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Wallfahrtsziel, besonders im 18. Jahrhundert, als die Verehrung der Muttergottes hier eine erste Blüte erlebte.

Das architektonische Ensemble besteht aus mehreren Kapellen und einem Kreuzweg, der die spirituelle Atmosphäre des Ortes prägt. Ein besonderes Juwel ist der „Maggmannshofer Altar“, der ursprünglich aus der Pfarrkirche von Frauenzell stammte und heute in einer der Kapellen aufbewahrt wird. Der 14 Stationen umfassende Kreuzweg, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde, lädt Besucher zu einer meditativen Wanderung ein. Mehrfach wurde das Ensemble restauriert – etwa 1902 und 1929 – um den historischen Charakter zu bewahren, während 1912 ein neuer Kreuzweg errichtet wurde. 2000 folgte der Anbau einer Sakristei, die die Infrastruktur der Wallfahrtsstätte modernisierte.

Ein markantes Merkmal der Wallfahrt ist die Tradition, dass seit 1985 immer mehr Menschen Grabkreuze ihrer Verstorbenen an diesem Ort aufstellen. Diese Kreuze, oft ohne feste Anordnung, erstrecken sich bis in den angrenzenden Wald und schaffen eine bewegende, stille Gedenkstätte. Die Vielfalt der Kreuze spiegelt die persönliche Verbundenheit der Besucher mit dem Ort wider. Um die kleine Kapelle zu erhalten, wurde sie 2024/25 umfassend restauriert und erneuert, um ihr historisches Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren.

Die Wallfahrtskirche bietet nicht nur eine spirituelle Erfahrung, sondern auch eine Verbindung zur regionalen Geschichte. Die Pfarrei organisiert regelmäßig Wort-Gottes-Feiern sowie Andachten im Jahreskreis und zu besonderen Anlässen, was den Ort zu einem lebendigen Zentrum des Glaubens macht. Die barrierefreie Gestaltung des Geländes, darunter ein rollstuhlgerechter Parkplatz, macht die Wallfahrt für alle Besucher zugänglich. Mariä Himmelfahrt in Frauenzell ist damit ein Ort der Stille, des Gedenkens und der Andacht – ein Juwel der sakralen Kultur im Allgäu.

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