Kirche/Kloster

Zu unserer Lieben Frauen (Buchfart)

99438 Buchfart

Highlights

  • Die evangelische Dorfkirche Zu unserer Lieben Frauen in Buchfart stammt aus der Romanik und wurde 1502 umgebaut.
  • Der Flügelaltar aus dem Jahr 1492 zeigt Maria als Himmelskönigin und stammt aus Jenas Werkstatt Linde.
  • Die Orgel wurde zuletzt 1890 von Emil Heerwagen zu einer pneumatisierten romantischen Orgel mit 12 Registern umgebaut.

Tipps

  • Die Kirche ist gut über die Kreisstraße 511 erreichbar.
  • Der historische Flügelaltar aus dem Jahr 1492 ist sehenswert.
  • Elektrische Glockenläutung seit 2011 verfügbar.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Zu unserer Lieben Frauen (Buchfart)

Die evangelische Kirche „Zu unserer Lieben Frauen“ in Buchfart im Landkreis Weimarer Land ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer Geschichte, die weit in die Romanik zurückreicht. Die Chorturmkirche zählt zu den ältesten Kirchenbauten der Region und ist durch ihre zentrale Lage an der Kreisstraße 511 gut erreichbar. Sie prägt nicht nur das Ortsbild, sondern ist auch ein kulturelles Zentrum der Gemeinde, die zu dem Kirchengemeindeverband Buchfart-Legefeld gehört.

Der älteste erhaltene Teil der Kirche stammt aus der Zeit der Romanik, was sie zu einem der historischen Zeugnisse der frühchristlichen Architektur in Thüringen macht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach umgebaut und erweitert. Bereits im frühen 16. Jahrhundert finden sich urkundliche Hinweise auf bauliche Veränderungen. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung spiegelt sich auch in der Ausstattung wider, die wertvolle Zeugnisse der Kunstgeschichte beherbergt.

Das herausragende Schmuckstück der Kirche ist der aus dem späten 15. Jahrhundert stammende Flügelaltar, der in der renommierten Jenaer Werkstatt Linde gefertigt wurde. Er zeigt Maria als Himmelskönigin auf der Mondsichel, umgeben vom Strahlenkranz und dem Jesuskind auf dem Arm. Weitere Darstellungen auf dem Altar sind die Heiligen Petrus, Paulus, Dorothea, Barbara, Katharina und Margareta sowie die Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria. Ein weiteres bemerkenswertes Inventar ist das gleichfalls aus dem 16. Jahrhundert stammende Kruzifix, das die Passion Christi eindrucksvoll darstellt.

Die Kirche beherbergt zudem eine reichhaltige musikalische Tradition, die sich in der Entwicklung ihrer Orgel widerspiegelt. Nach ersten Erwähnungen einer Orgel im frühen 18. Jahrhundert wurde das Instrument über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgebaut. So entstand im 19. Jahrhundert eine pneumatische romantische Orgel mit beeindruckender Registerausstattung. Auch die Glocken der Kirche haben eine bewegte Geschichte: Während die größere der beiden Bronzeglocken aus dem Jahr 1850 im Ersten Weltkrieg verloren ging, kehrte die kleinere nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 zurück und wird seit 2011 elektrisch geläutet.

Heute steht die Kirche „Zu unserer Lieben Frauen“ weiterhin im Zentrum des Gemeindelebens und lädt Besucher mit ihrem künstlerischen und historischen Erbe zu Besinnung und Entdeckung ein. Mit ihrer reichhaltigen Ausstattung und ihrer langen Geschichte ist sie ein lohnendes Ausflugsziel für Interessierte der Sakralbaukunst und Kultur im thüringischen Weimarer Land.

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