Denkmal/Gedenkstätte

Kyll-Quelle

54611 Scheid

Highlights

  • Die Kyll entspringt im Zitterwald bei Losheimergraben und fließt durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
  • Sie ist mit etwa 128 km Länge der längste Fluss der südlichen Eifel und wird in Kordel mit rund 10 m³/s Wasser geführt.
  • Ihr Name geht möglicherweise auf das indogermanische Wort *kelu mit der Bedeutung „dunkel, schwarz“ zurück.

Tipps

  • Der Beginn der Kyll ist leicht zu finden, auch ohne Beschilderung, und bietet einen bescheidenen, aber sehenswerten Quellbereich.
  • Ideal für Radtouren: Die Kyll von der Quelle bis zur Mündung lässt sich gut über den Kylltal-Radweg erkunden.
  • In der Nähe liegt Kronenburg mit einem schönen See – lohnenswert für einen Abstecher nach dem Flussbesuch.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kyll-Quelle

Die Kyll-Quelle in Scheid im Landkreis Vulkaneifel ist der Ursprung des rund 127 Kilometer langen Flusses Kyll, der später als linker Nebenfluss der Mosel in Rheinland-Pfalz fließt. Obwohl der eigentliche Ursprung östlich der Bundesstraße 265 im Zitterwald bei Losheimergraben liegt, markiert der Ort Scheid den Beginn des sichtbaren Flusslaufs innerhalb der Gemeinde und damit den Startpunkt des Kylltals. Die Quelle selbst ist eher unspektakulär, doch sie bildet den Ausgangspunkt einer bedeutenden natürlichen und kulturellen Verbindung durch die südliche Eifel.

Die ersten Kilometer des Flusses verlaufen durch das Gebiet der Gemeinde Scheid, bevor die Kyll zeitweise die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bildet. In diesem Abschnitt fließt sie durch landschaftlich geprägte Regionen zwischen Zitterwald und Schnee-Eifel. Kurz hinter der Quelle durchquert der Fluss den Kronenburger See, in den sich später auch die Taubkyll ergießt. Dieser See ist ein Naherholungsgebiet und bildet den ersten größeren Wasserlaufabschnitt des Flusses. Entlang des Sees verläuft zudem ein Radweg auf der Trasse der ehemaligen Vennquerbahn.

Der Flusslauf der Kyll durch das Gebiet von Scheid ist eng mit der regionalen Geschichte und Natur verbunden. Die Landschaft rund um die Quelle ist geprägt von der Vulkanischen Eifel, was sich nicht nur im Gelände, sondern auch im Gewässerverlauf niederschlägt. Die Kyll wird hier noch von unberührter Natur umgeben und zieht sich durch zahlreiche Gemeinden des Landkreises Vulkaneifel, darunter auch Stadtkyll, wo sie später die Wirft aufnimmt. Die Quelle selbst ist leicht zu finden, auch ohne ausführliche Beschilderung, und bietet sich somit als Startpunkt für naturbegeisterte Besucher an, die den Flussverlauf etwa auf dem Kylltal-Radweg verfolgen möchten.

Die Bedeutung der Kyll reicht weit über ihre Funktion als Fluss hinaus. Historisch gesehen wurde sie bereits in der Antike erwähnt, unter anderem von Ausonius, der sie als rasanter Fluss beschrieb. Ihr Name geht vermutlich auf indogermanische oder keltische Wurzeln zurück, die auf Begriffe für „dunkel“ oder „Bach“ hinweisen. Im Mittelalter entwickelte sich der Name von „Kila“ zum heutigen „Kyll“. Heute ist sie der längste und wasserreichste Fluss der südlichen Eifel und zieht mit ihrem Verlauf durch zahlreiche Dörfer und Landschaften ein vielfältiges kulturelles und ökologisches Bild.

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