Licht-Blick-Kirche / Kirche an der Burg
Highlights
- Die Licht-Blick-Kirche in Büren-Wewelsburg ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus den Jahren 1911–1912.
- Der fünfstöckige Westturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der älteste Bauteil der Kirche.
- Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Besuch der historischen Kirche.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Kirche und die Nutzung der barrierefreien Bereiche.
- Ein Parkplatz mit rollstuhlgerechten Stellplätzen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Kirche an der Burg in Büren-Wewelsburg
Die Licht-Blick-Kirche, auch bekannt als Kirche an der Burg, ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk in Büren-Wewelsburg und ein zentraler Ort für die katholische Gemeinde der Region. Die heutige Pfarrkirche entstand in den Jahren 1911 und 1912 als Ersatz für eine baufällige Kapelle aus dem Jahr 1720, die wiederum auf den Fundamenten eines im 14. Jahrhundert geweihten und im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Gotteshauses erbaut worden war. Der markante, fünfstöckige Turm im Westen der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist damit der älteste Bauteil. Ursprünglich schloss sich an ihn eine einschiffige romanisch-frühgotische Kirche an, die als Dorfkirche des 11. Jahrhunderts bereits beachtliche Ausmaße besaß.
Das Innere der Kirche besticht durch eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet und erweitert wurde. Besonders sehenswert sind die barocke Ausstattung mit einer holzgeschnitzten Kanzel aus dem 17. Jahrhundert sowie eine Doppelmadonna derselben Epoche. Die Kirche war Teil des Jesuitenkollegs, das Moritz von Büren stiftete, und wurde im Stil des süddeutschen Barocks zwischen 1754 und etwa 1770 neu gestaltet. Die heutige Pfarrkirche vereint somit romanische, gotische und barocke Elemente zu einem einzigartigen sakralen Raum.
In unmittelbarer Nähe befindet sich die Corpus Christi-Kapelle, ein achteckiger Barockbau aus dem Jahr 1720, der auf den Plänen des bedeutenden westfälischen Architekten Johann Conrad Schlaun entstand. Die Kapelle wurde ursprünglich als Sühnekapelle für einen Judenmord errichtet und ist heute ein geschütztes Baudenkmal. Eine Gedenktafel erinnert an ihre historische Bedeutung, während die Legende von einer Kreuzkapelle nach einem Kreuzzug die regionale Geschichte bereichert. Beide Kirchenbauten prägen das kulturelle Erbe von Büren-Wewelsburg und sind wichtige Orte der Verehrung und des spirituellen Lebens.
Die Licht-Blick-Kirche ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein lebendiger Ort der Gemeinschaft. Die katholische Kirchengemeinde pflegt hier seit Generationen Traditionen wie die Kreuzverehrung und organisiert regelmäßig geistliche Konzerte sowie caritative Veranstaltungen. Mit barrierefreiem Zugang und einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist die Kirche zudem für alle Besucher zugänglich. Als Herz der Region verbindet sie Geschichte, Kunst und spirituelle Präsenz zu einem einzigartigen Erlebnis.