St. Regiswindis
Highlights
- Die Kirche St. Regiswindis in Vilchband wurde 1753/54 im Barockstil erbaut.
- Sie wurde 1907 um sechs Meter verlängert und der Turm erhöht.
- Die Patronin Regiswindis ist auch im Ortswappen dargestellt.
Tipps
- Besucher finden die barocke Kirche St. Regiswindis in Vilchband, einem Ortsteil von Wittighausen, mit historischer Ausstattung und Rokoko-Schnitzereien.
- Die Kirche verfügt über eine restaurierte Orgel aus dem Jahr 1896 sowie drei Glocken aus dem Jahr 1954 im neu errichteten Glockenstuhl.
- Im Rienecksaal in Grünsfeld finden regelmäßig kirchliche Veranstaltungen und Infoabende statt, wie zuletzt zur Firmvorbereitung 2026.
Eigenschaften
Über St. Regiswindis
Die katholische Kirche St. Regiswindis befindet sich in Vilchband, einem Ortsteil der Gemeinde Wittighausen im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg. Die Kirche wurde um 1753/54 im Barockstil erbaut und ist heute ein bedeutendes sakraler Kulturort der Region. Ursprünglich unter dem Namen St. Gumbertus bekannt, erhielt sie ihren heutigen Namen nach der Heiligen Regiswindis, die auch im Wappen des Ortes dargestellt ist und die Patronin der Kirche darstellt.
Der Bau der heutigen Kirche erfolgte aufgrund der baufälligen Vorgängerkirche. Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1753 statt, bereits ein Jahr später wurde das Allerheiligste in den neuen Kirchenraum überführt. Architekt des Bauwerks war Anton Brenner aus Würzburg. Im Jahr 1907 wurde die Kirche um sechs Meter verlängert und der Turm aufgestockt, um die ursprünglichen Proportionen wiederherzustellen. Diese Maßnahme wurde durch Privatmittel des damaligen Pfarrers finanziert. In den folgenden Jahren erhielt die Kirche weitere künstlerische Ergänzungen, darunter ein Deckengemälde des Münchener Malers Anton Bischof im Jahr 1908.
Die Innenausstattung der Kirche umfasst wertvolle barocke und rokoko geprägte Elemente. Zu den bemerkenswerten Werken zählen die zwei Seitenaltäre mit Rokoko-Schnitzereien, die 1773 vom Bildhauer Johann Steuerwald gefertigt wurden. Der Hochaltar von 1756 stammt ursprünglich vom Meister Reiner Wirl und wurde 1778 durch Steuerwald erweitert und überarbeitet. Die Kirchenempore trägt eine Orgel des Münchener Orgelbauers Louis Voit aus dem Jahr 1896. Das Instrument ist einmanualig und verfügt über 15 Register. In den Jahren 2003 bis 2004 wurde die Orgel vom Orgelbauunternehmen Joachim Popp restauriert. Der Prospekt wurde dem barocken Stil der Kirche angepasst.
Im Kirchturm befinden sich drei Bronze-Glocken, die 1954 in der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen wurden. Sie sind in einem 2002 errichteten Glockenstuhl aus Douglasienholz untergebracht. Der Turm ist zudem mit Zifferblättern der Turmuhr auf drei Seiten ausgestattet. Die Kirche steht unter dem Dach der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen und gehört zum Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg.