Kirche/Kloster

Evangelische Kirchengemeinde Betberg-Seefelden

Kirchstraße 10a, 79426 Buggingen

Highlights

  • Die evangelische Kirchengemeinde Betberg-Seefelden gehört zu den ältesten Kirchenbauten im Markgräflerland, erstmals 789 urkundlich erwähnt und mit romanischen Ursprüngen ab dem 12. Jahrhundert.
  • Die Kirche in Betberg beherbergt eine der besterhaltenen Stein-Orgeln der Badischen Landeskirche (1790) sowie romanische Bauteile wie das einzige erhaltene originale Fenster.
  • Seefelden verfügte im 13. Jahrhundert über zwei Kapellen (Mauritius- und Laurentiuskapelle), von denen die Laurentiuskapelle heute als ältester Teil der Seefeldener Kirche erhalten ist.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zur Kirche ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt durch den rollstuhlgerechten Eingang.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Kirche bietet ausreichend Stellflächen für Besucher mit besonderen Anforderungen.
  • Die behindertengerechten Toiletten im Kirchengebäude stehen für alle Gäste zur Verfügung und sind mit ausreichend Platz und Haltegriffen ausgestattet.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Betberg-Seefelden entdecken

Die Region, geprägt von sanften Hügeln, Weinbergen und malerischen Landschaften, bietet einen idyllischen Rahmen für diesen historischen Ort. Die Kirchengemeinde umfasst die beiden Dörfer Betberg und Seefelden, die beide eigene kirchliche Wurzeln besitzen und heute unter einem Dach vereint sind.

Betbergs Kirche zählt zu den ältesten erhaltenen Sakralbauten der Region und wurde bereits im Jahr 789 urkundlich erwähnt, als sie als Schenkung an das Kloster Lorsch überging. Der Name „Betberg“ leitet sich von der alemannischen Bezeichnung *Petapur* ab – ein Hinweis auf eine heidnische Kultstätte, die hier vor der Christianisierung stand. Die heutige Kirche entstand vermutlich zwischen 1100 und 1145 als romanische Wehrkirche mit einer Vorhalle, die später durch einen Turm ersetzt wurde. Noch heute sind zwei kleine Okulifenster am Westgiebel erhalten, die einst als Aussichtsöffnungen für die Übersicht über die Rheinebene dienten. Die Kirche war ursprünglich von einer Verteidigungsmauer umgeben, mit einem einzigen Zugang im Südosten.

In Seefelden entstanden im Mittelalter zwei Kapellen: die Mauritiuskapelle im Außendorf und die Laurentiuskapelle im Innendorf. Ein Teil der Laurentiuskapelle – der älteste erhaltene Stein – wurde später in die heutige Seefeldener Kirche integriert. 1752 bis 1754 entstand dann die heutige Kirche am heutigen Standort, die den Bedürfnissen der wachsenden Gemeinde gerecht werden sollte. Besonders sehenswert ist das Altarbild aus dem 18. Jahrhundert, das die Familie Seeler mit ihren Söhnen Hansi und Peter zeigt. Die Orgel der Kirche stammt aus dem Jahr 1860 und wurde von Josef Braun aus Spaichingen erbaut, während eine weitere, besonders wertvolle Stein-Orgel aus dem Jahr 1790 als besterhaltenes Exemplar im Bereich der Badischen Landeskirche gilt.

Die Kirchengemeinde bietet ein breites Spektrum an kirchlichen Angeboten, darunter Taufe, Konfirmation, Trauungen, Kircheneintritte und Bestattungen. Neben den klassischen Ritualen steht auch ein Kooperationsraum für Gemeindeveranstaltungen und Begegnungen zur Verfügung. Die Ältestenversammlung, die alle sechs Jahre neu gewählt wird, sorgt für die Planung und Entscheidungsfindung der Gemeindearbeit. Die Kirche ist barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und Toiletten, um allen Besuchern den Zugang zu ermöglichen. Die Evangelische Kirchengemeinde Betberg-Seefelden ist damit nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiger Teil des lokalen Gemeinschaftslebens.

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