Niedersachsens tiefster Punkt
Highlights
- Der Wynhamster Kolk ist der tiefste Punkt Niedersachsens und entstand 1715 durch eine Sturmflut.
- Die dortige Wasserschöpfmühle wurde 1804 erbaut und dient seitdem der Entwässerung.
- Mehrfache Restaurierungen sicherten den Erhalt des historischen Erdholländers.
Tipps
- Mit dem Fahrrad oder E-Bike lässt sich der tiefste Punkt Niedersachsens gut als Zwischenstopp auf Touren erreichen.
- Die historische Wasserschöpfmühle vor Ort ist ein erhaltenswertes Zeugnis der Region – von außen immer besichtigbar.
- Kanufahrer finden in der Nähe eine Ausstiegsstelle, die auch als beliebter Angelplatz genutzt wird.
Eigenschaften
Über Niedersachsens tiefster Punkt
Der tiefste Punkt Niedersachsens befindet sich im Wynhamster Kolk nahe der Gemeinde Bunde im Landkreis Leer. Geografisch markiert dieser Ort das niedrigste gelegene Gebiet des Bundeslandes. Der Kolk entstand infolge einer Sturmflut, die Teile des umliegenden Weidelandes verwüstete. Später wurde hier eine Wasserschöpfmühle errichtet, um das Gebiet zu entwässern. Seitdem sind die Mühle und der tiefste Punkt untrennbar miteinander verbunden.
Die historische Wasserschöpfmühle ist ein sogenannter Grundsegler und wurde mit zwei archimedischen Schrauben ausgestattet. Im Laufe der Jahre fiel die Mühle mehrfach der Verfall ausgesetzt, wurde jedoch durch verschiedene Restaurierungsmaßnahmen erhalten. Heute dient sie nicht nur der Entwässerung, sondern ist auch ein beliebtes Ausflugsziel. Neben dem elektrischen Antrieb kann die Entwässerung auch durch Windkraft erfolgen. Die Mühle liegt im Ditzumerhammrich, einem Ortsteil von Bunde, und befindet sich an der niedersächsischen Mühlenstraße.
Besucher berichten von grünen Flächen und der Möglichkeit, die Mühle mit dem Fahrrad oder E-Bike zu erreichen. Einige nutzen die nähere Umgebung auch für Wanderungen oder als Zwischenstopp auf Radtouren. Kanufahrer finden in unmittelbarer Nähe eine Ausstiegsstelle, die auch als Angelplatz genutzt wird. Die Mühle kann von außen jederzeit besichtigt werden. Für eine Innenbesichtigung ist eine Absprache mit dem zuständigen Verwalter erforderlich. Die Gegend lädt zu einer ruhigen Erkundung ein und bietet einen Einblick in die regionale Geschichte und Technikgeschichte Niedersachsens.