Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Ditterswind

Hauptstraße 18, 97496 Burgpreppach

Highlights

  • Schloss Ditterswind liegt im Ortsteil Ditterswind von Burgpreppach im Landkreis Haßberge.
  • Der Adelssitz wurde 1711 erbaut, später mehrfach umgebaut und war bis 2015 im Besitz der Rummelsberger Diakonie.
  • Heute steht das Schloss leer und ist seit 2017 in Privatbesitz.

Tipps

  • Schloss Ditterswind ist nur nach vorheriger Anmeldung zugänglich und befindet sich in Privatbesitz.
  • Das Gelände verfügt über einen Wassergraben sowie ein Wildgehege, das besonders im Sommer zum Erlebnis wird.
  • Übernachtung auf dem Schlossgelände ist möglich, eine Anfrage im Voraus ist empfehlenswert.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Ditterswind

Das Schloss Ditterswind befindet sich im Ortsteil Burgpreppach im Landkreis Haßberge in Bayern. Es zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region und zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte. Ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut, entstand das Schloss im Zuge mehrerer Umbauten und Erweiterungen zu einem repräsentativen Gebäude im Stil des Historismus. Der Bau des Schlosses begann unter der Familie Stein zu Altenstein und wurde später von weiteren Adelsgeschlechtern geprägt, darunter die von Deuster, die im 19. Jahrhundert umfangreiche Umbauten im Neurenaissancestil durchführten.

Die Architektur des Schlosses spiegelt verschiedene Epochen wider. Der zweigeschossige Hauptbau mit 23 Fensterachsen vereint sowohl erhaltene Elemente des ursprünglichen Bauwerks als auch spätere Anbauten. Besonders auffällig ist der vorspringende Rundturm mit seiner Zwiebelhaube, der Alt- und Neubau voneinander trennt. Auf der Westseite zieren reich verzierte Giebel und ein Steinbalkon das Erscheinungsbild, während im Osten ein schlichter Zweckbau den Komplex ergänzt. Auch das Wappen der Stein von Altenstein erinnert noch heute an die ursprünglichen Bauherren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlief das Schloss verschiedene Nutzungsschritte. Es diente kurzzeitig als Unterkunft für Flüchtlinge, ehe es von der Inneren Mission übernommen wurde. Von den 1950er Jahren bis 2015 beherbergte es Einrichtungen der Rummelsberger Diakonie, zunächst ein Kinderheim und später eine Behinderteneinrichtung. In dieser Zeit wurde auch eine umfassende Sanierung durchgeführt, die das heutige Erscheinungsbild des Schlosses und seines etwa drei Hektar großen Parks prägte. Seit 2017 befindet sich das Anwesen in Privatbesitz und ist nicht mehr öffentlich zugänglich.

Das Gelände des Schlosses umfasst neben dem historischen Gebäude auch einen gepflegten Park, der einst den Bewohnern der Einrichtung zur Erholung diente. Ein Wassergraben sowie ein angrenzendes Wildgehege tragen zur malerischen Atmosphäre des Ortes bei. Besucher berichten von einer freundlichen und persönlichen Atmosphäre, die durch das Engagement der Privatbesitzer geprägt wird. Obwohl der Zugang nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist, wird der Aufenthalt als angenehm und einladend beschrieben.

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