Museum zur Geschichte des Mahnmals Buchenwald
Highlights
- Das Museum dokumentiert die Organisation der Erinnerung an das KZ Buchenwald durch Mitglieder der Lager-KPD.
- Die Ausstellung zeigt die Entwicklung vom Denkmal in Weimar zum Nationaldenkmal der DDR auf dem Ettersberg.
- Das Museum ist über einen rollstuhlgerechten Eingang zugänglich und verfügt über barrierefreie WCs.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Eingang sowie ein entsprechender Parkplatz und WC ermöglichen einen barrierefreien Besuch.
- Die Ausstellung vermittelt Informationen über die Organisation der Erinnerung und die Entwicklung des Ehrenhains auf dem Ettersberg.
Eigenschaften
Kultur-Museum in Weimar: Museum Buchenwald
Das Museum zur Geschichte des Mahnmals Buchenwald in Weimar widmet sich der komplexen Entwicklung der Erinnerungskultur an einem der dunkelsten Orte der Geschichte. Die Ausstellung beleuchtet detailliert, wie die Aufarbeitung der Ereignisse im Konzentrationslager Buchenwald begann und wie führende Mitglieder der Lager-KPD die Organisation der Erinnerung initiierten.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Entstehung der Gedenkstätten. Der Text führt durch die frühen Planungen in Weimar, wobei verschiedene Denkmalkonzepte gegenübergestellt werden. So wird unter anderem der Vorschlag des ehemaligen sozialdemokratischen Häftlings und Kultusministers Ernst Thape thematisiert, auf dem Ettersberg ein großes „Denkmal der unbekannten Opfer des Faschismus“ zu errichten. Unter der Leitung der Stadtverwaltung Weimar und des städtischen Bauamtes wurde der Friedhof Ettersberg unterhalb des Bismarck-Turmes schließlich zu einem Ehrenhain umgestaltet, wobei später das Ministerium für Kultur für den Bau von Ehrenhain und Denkmal zuständig war.
Die Ausstellung dokumentiert zudem den Weg zum Nationaldenkmal der DDR. Der vorgesehene Rundgang durch die Gedenkstätte war dabei präzise strukturiert: Er begann im Krematorium, führte über die erhaltenen Teile des Lagergeländes sowie das „Museum des Widerstands“ und endete am „Turm der Freiheit“. Diese Form des Gedenkens wurde zudem zum offiziellen Bestandteil der Erziehung in der DDR.
Der letzte Teil der Ausstellung setzt sich kritisch mit dieser reglementierten Erinnerung auseinander und zeigt auf, wie diese staatlich gesteuerte Form der Gedenkkultur nach und nach ihre gemeinschaftsbildende Kraft verlor. Das Museum ist für Besucher gut zugänglich und verfügt über einen rollstuhlgerechten Eingang, rollstuhlgerechte Parkplätze sowie ein rollstuhlgerechtes WC.