Denkmal/Gedenkstätte

Synagogenplatz

Wetzlarer Str. 34, 35510 Butzbach

Highlights

  • Der Synagogenplatz in Butzbach beherbergte bis 1938 eine 1926 erbaute Synagoge mit 120 Sitzplätzen in Zentralbauform.
  • Die Synagoge wurde während der NS-Zeit am 9. November 1938 zerstört und war ein polygonaler Bau nach Plänen des Butzbacher Architekten Lippert.

Tipps

  • Der Synagogenplatz erinnert an die 1926 errichtete, polygonal gestaltete Synagoge, die 1938 während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zerstört wurde.
  • Eine Gedenktafel am Standort informiert über die historische Bedeutung des Gebäudes und die jüdische Gemeinde Butzbachs vor der Zerstörung.
  • Die Anlage bietet Einblicke in die Architektur des frühen 20. Jahrhunderts und die Folgen der NS-Zeit für jüdische Kultur im Wetteraukreis.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Synagoge Butzbach: Kulturdenkmal am Synagogenplatz

Der Synagogenplatz in Butzbach ist ein bedeutender historischer Ort, der an die jüdische Gemeinde und ihre tragische Geschichte im 20. Jahrhundert erinnert. Die Synagoge, ein markanter polygonaler Zentralbau mit 120 Sitzplätzen, wurde 1926 nach Plänen des lokalen Architekten Lippert errichtet. Der Bau prägte nicht nur das Stadtbild, sondern war auch ein zentraler Versammlungsort für die jüdische Bevölkerung in der Region.

Der Synagogenplatz liegt im Herzen der Stadt und verbindet architektonische Tradition mit der bewegten Geschichte der jüdischen Gemeinschaft. Die Synagoge wurde während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zerstört, ein dunkles Kapitel, das bis heute im Gedächtnis der Stadt verankert ist. Heute erinnert eine Gedenktafel an das einstige Gotteshaus und die Opfer des Holocaust, die hier einst lebten und beteten.

Der Platz selbst ist ein Ort der Reflexion und des Erinnerns. Die ehemalige Synagoge stand als Symbol für religiöse Vielfalt und Toleranz, doch ihr Untergang spiegelt die systematische Entrechtung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung wider. Die Architektur des Gebäudes – geprägt von modernem Zentralbaucharakter – war für ihre Zeit ungewöhnlich und zeigt den Einfluss regionaler Baukunst.

Butzbach war nicht allein in dieser Tragödie: Der Architekt Lippert entwarf in derselben Zeit auch eine Synagoge in Pohl-Göns, ein weiteres Beispiel für den kulturellen Austausch und die gemeinsame Geschichte jüdischer Gemeinden im Wetteraukreis. Der Synagogenplatz bleibt daher auch ein Ort der Verbindung zu anderen historischen Stätten in der Umgebung, die ähnliche Schicksale teilten.

Für Besucher bietet der Platz eine Möglichkeit, sich mit der jüdischen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. Die Gedenktafel und der erhaltene Platz selbst laden zum Nachdenken ein – über die Bedeutung von Erinnerungskultur und den Schutz religiöser Freiheit. Der Synagogenplatz ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Versöhnung und des Respekts vor der Vergangenheit.

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