Amtsvenn - Hündfelder Moor
Highlights
- Das Amtsvenn-Hündfelder Moor ist ein über 890 Hektar großes Naturschutzgebiet im Münsterland.
- Es grenzt direkt an die Niederlande und umfasst hochmoortypische Flächen sowie seltene Tierarten.
- Seit 2023 läuft dort ein binationales Projekt zum Schutz und zur Wiederherstellung des Hochmoors.
Tipps
- Der gut ausgeschilderte Rundwanderweg beginnt beim Wanderparkplatz und führt durch das Naturschutzgebiet Amtsvenn – Hündfelder Moor.
- Ca. 10 Minuten zu Fuß vom Parkplatz entfernt liegt der Einstieg zum Moor, ideal für eine ruhige Naturwanderung.
- Der ehemalige Torfabbau im Hündfelder Moor ist heute ein markantes Landschaftselement und lohnt einen Abstecher.
Eigenschaften
Über Amtsvenn - Hündfelder Moor
Das Naturschutzgebiet Amtsvenn – Hündfelder Moor liegt im nordwestlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen, unweit der niederländischen Grenze. Es erstreckt sich zwischen den Ortschaften Epe, Alstätte und Graes und bildet zusammen mit dem angrenzenden niederländischen Aamsveen ein grenzüberschreitendes Moorgebiet von besonderer ökologischer Bedeutung. Das Amtsvenn umfasst eine Fläche von knapp 9 Quadratkilometern und gliedert sich in die Teilbereiche Alstätter Venn, Eper Venn und Graeser Venn. Seit 1983 steht der Kernbereich unter Naturschutz, 2004 wurden die Gebiete Amtsvenn und Hündfelder Moor zum heutigen Naturschutzgebiet zusammengefasst.
Das Landschaftsbild des Amtsvenns wird geprägt durch ehemalige Torfgewinnungsflächen, wassergefüllte Torfstiche und verbliebene Hochmoorflächen. Im Hündfelder Moor wurde 2023 im Rahmen des internationalen Projekts LIFE CrossBorderBog ein umfangreiches Renaturierungsprogramm gestartet, das bis 2029 den Wiederaufbau von Hochmoorflächen, Stillgewässern und Moorwäldern zum Ziel hat. Das Gebiet beherbergt zahlreiche hochmoortypische Tier- und Pflanzenarten, darunter seltene Vogelarten wie Knäkente, Schwarzkehlchen oder Ziegenmelker. Ein Teil des Areals ist über einen gut ausgeschilderten Rundwanderweg erschließbar, der von einem separaten Wanderparkplatz aus innerhalb von etwa zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann.
Geschichte und Naturschutz stehen im Amtsvenn eng miteinander verbunden. Noch bis in die 1970er Jahre wurde hier Torf abgebaut, zuletzt bis 1982 auch industriell. Die menschliche Nutzung hat das Landschaftsbild nachhaltig geprägt, wobei heute der Fokus auf Erhalt und Wiederherstellung der natürlichen Ökosysteme liegt. Besondere Ereignisse wie der großflächige Flächenbrand im Jahr 2011 oder eine Ölpest im Jahr 2014 verdeutlichten die Verletzbarkeit dieses sensiblen Ökosystems. Seitdem spielen grenzüberschreitende Kooperationen eine zunehmend wichtige Rolle beim Schutz und der Pflege des Moorgebiets.
Das Amtsvenn – Hündfelder Moor gilt als lohnenswertes Ausflugsziel für Naturinteressierte. Besucher berichten von schönen Rad- und Wandererlebnissen durch die stimmungsvolle Moorlandschaft. Einige von ihnen vermissen den Blick vom Aussichtsturm, der sich im Zentrum des Geländes befindet, jedoch aktuell nicht zugänglich ist. Dennoch bietet das Gelände durch seine abwechslungsreiche Fauna und die ruhige Atmosphäre einen attraktiven Rahmen für einen Tagesausflug in die Natur. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 50 Bewertungen zählt das Gebiet zu den gut bewerteten Naturschutzgebieten der Region.