Parks & Gärten

Callenberg Nord II

Bachgasse 13, 09337 Callenberg, Deutschland

Highlights

  • Aufgrund seiner spezifischen Serpentinitvegetation hat das Gebiet landes- und europaweite Bedeutung für den Artenschutz.
  • Die naturnahe Wasserfläche und die vielfältigen Lebensräume unterstützen zahlreiche Tierarten, darunter seltene Vögel und Amphibien.

Tipps

  • Das Betreten des Naturschutzgebietes Callenberg Nord II ist strengstens verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet.
  • Ein öffentlicher Zugang zur Wasserfläche oder zum Gelände besteht nicht, das Gebiet ist vollständig gesperrt.
  • Für Besucherinteresse gibt es überdachte Sitzgelegenheiten außerhalb des Sperrgebiets mit Blick über Langenchursdorf.

Eigenschaften

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Über Callenberg Nord II

Das Naturschutzgebiet „Callenberg Nord II“ liegt im sächsischen Callenberg im Landkreis Zwickau. Es umfasst ein ehemaliges Abbaugebiet, in dem bis in die 1990er Jahre Nickel aus Serpentinit gewonnen wurde. Nach Beendigung des Tagebaus wurde das Areal 1990 einstweilig gesichert und später durch eine Verordnung des Regierungspräsidiums Chemnitz unter Naturschutz gestellt. Mit einer Fläche von 22,5 Hektar zählt das Gelände heute zu den landschaftsprägenden Schutzgebieten der Region.

Das Gebiet weist einen hohen ökologischen Wert auf, da der Gesteinsabbau verschiedene Boden- und Wasserhorizonte freigelegt hat, die nun vielfältige Lebensräume bieten. Auf den Böschungen und Halden entwickelten sich Pionier-, Ruderal- und Trittfluren. In den Bereichen mit Serpentinitgestein wird gezielt der Aufwuchs seltener Pflanzenarten wie des Braungrünen und des Keilblättrigen Streifenfarns gefördert. Diese Arten sind eng an das Serpentinitgebiet gebunden und stehen unter besonderem Schutz. Insgesamt wurden im NSG bereits mehr als 180 Pflanzenarten nachgewiesen, darunter seltene Orchideen und weitere geschützte Arten.

Die Tierwelt profitiert von der naturnahen Struktur des Gebiets. Die Wasserflächen und Uferzonen bieten Brutplätze für Vögel wie Haubentaucher und Bläßhuhn. Auch Neuntöter, Drosselrohrsänger und Goldammer brüten regelmäßig im Gebiet. Gelegentlich ist auch der Raubwürger als Wintergast anzutreffen. In der Gewässerfauna leben unter anderem Kammmolch, Bergmolch und Knoblauchkröte. Auch einige Libellenarten, darunter die Glänzende Binsenjungfer und der Südliche Blaupfeil, sind im Naturschutzgebiet nachgewiesen.

Das Naturschutzgebiet ist nicht öffentlich zugänglich. Das Betreten ist ausdrücklich verboten, um die empfindlichen Ökosysteme langfristig zu erhalten. Trotz der eingeschränkten Zutrittsmöglichkeiten bieten sich am Rand des Gebiets einige Sichtpunkte, von denen aus das Areal betrachtet werden kann. Eine überdachte Sitzgelegenheit ermöglicht einen Blick über das angrenzende Langenchursdorf und einen Teil des Gewässers. Besucher berichten von der Klarheit des Wassers und der ungestörten Ruhe, die das Schutzgebiet ausstrahlt.

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