Museum

Otto-Haesler-Museum

Galgenberg 13, 29221 Celle

Highlights

  • Das Otto-Haesler-Museum in Celle zeigt Kleinstwohnungen des Neuen Bauens in der Siedlung Blumläger Feld.
  • Original eingerichtete Arbeiterwohnungen verdeutlichen Haeslers Ansatz von rationalem, funktionalem Wohnen für alle Bevölkerungsschichten.
  • Ein ehemaliges Wasch-, Bade- und Heizhaus ergänzt die Ausstellung um Gemeinschaftseinrichtungen des Neuen Bauens.

Tipps

  • Das Museum zeigt original eingerichtete Kleinstwohnungen des Neuen Bauens und lohnt besonders für Interessierte an Architektur und Sozialgeschichte.
  • Neben den Wohnungen ist das ehemalige Wasch-, Bade- und Heizhaus einen Besuch wert, um die Bedeutung von Hygiene und Gemeinschaftseinrichtungen im Neuen Bauen zu verstehen.
  • Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich – ideal für Gruppen, die individuelle Zeiten benötigen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Otto-Haesler-Museum

Das Otto-Haesler-Museum in Celle widmet sich dem Werk des Architekten Otto Haesler und seiner Bedeutung für das Neue Bauen. Es ist in der Siedlung Blumläger Feld untergebracht, die als eines der frühesten und bedeutendsten Beispiele sozialen Wohnungsbaus in Deutschland gilt. Die Ausstellungsräume befinden sich in historischen Gebäuden der Siedlung, darunter auch das ehemalige Wasch-, Bade- und Heizhaus. Diese Räume verdeutlichen, wie Architektur, Hygiene und Gemeinschaftseinrichtungen im Rahmen des Neuen Bauens miteinander verknüpft waren, um die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig zu verbessern.

Zentrale Elemente der Präsentation sind original eingerichtete Kleinstwohnungen, die den Alltag von Arbeiterfamilien widerspiegeln. Sie zeigen, wie Otto Haesler auf engstem Raum moderne Grundrisse, viel Licht und funktionale Möbel einsetzte, um trotz geringer Fläche einen wohnkulturellen Fortschritt zu ermöglichen. Neben den Wohnungen werden auch Pläne, Modelle und historische Aufnahmen gezeigt, die den Ansatz Haeslers verdeutlichen: rationales Bauen, klare Formen und farbige Fassaden, die eine moderne Architektur für breite Bevölkerungsschichten etablieren sollten. Besucher erhalten so einen anschaulichen Zugang zur Geschichte des sozialen Wohnungsbaus in der Region.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Gestaltung der Siedlung Blumläger Feld. Die Ausstellung macht deutlich, wie Haesler und seine Zeitgenossen Wohnraum als gesellschaftliche Aufgabe verstanden. Neben den Wohnungen sind auch andere Gebäude der Siedlung in die Museumsführung integriert, darunter Treppenhäuser, Gemeinschaftsräume und technische Einrichtungen. Diese erweitern den Blick auf die ganzheitliche Planung des Neuen Bauens. Die Präsentation umfasst zudem verschiedene Lebensphasen und Bewohnergruppen – von Kriegsheimkehrern bis hin zu Flüchtlingen – und verdeutlicht so die Vielschichtigkeit des sozialen Wohnungsbaus.

Das Museum wird von der Otto-Haesler-Stiftung betrieben, die sich für die Erhaltung und Vermittlung des architektonischen Erbes einsetzt. Die Stiftung engagiert sich darüber hinaus in der Forschung und Dokumentation zur Geschichte des Neuen Bauens in Niedersachsen. Das Otto-Haesler-Museum gilt unter Architekturinteressierten als lohnenswertes Kulturangebot. Es bietet nicht nur Einblicke in die Architekturgeschichte, sondern auch in die sozialen und städtebaulichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Die Gestaltung des Museums wird dabei als besonders gelungen beschrieben – informativ, liebevoll und anschaulich.

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