Denkmal/Gedenkstätte

Turmhügel Roßbach

93466 Chamerau

Highlights

  • Der Turmhügel Roßbach ist eine abgegangene mittelalterliche Burgstall-Anlage auf dem Eyer-Berg bei Chamerau.
  • Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von den Herren von Roßbach erbaut und später an die Herren von Hund übertragen.
  • Heute zeigt die ehemalige Motte nur noch ein abgeflachtes Plateau; Teile wurden beim Bahnbau 1892 zerstört.

Tipps

  • Vom Bahnhof Chamerau aus beginnt der Rundwanderweg in den Wald, gut ausgeschildert mit der Markierung Cu3.
  • Auf halber Strecke zum Kreuzfelsen lohnt ein Abstecher zum steinernen Häusl mit seiner markanten Felsformation und einer versteckten Höhle.
  • Der Weg zum Kreuzfelsen ist teils steil, aber kinderfreundlich und belohnt mit einem Panoramablick über Chamerau und das Regental.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Turmhügel Roßbach

Der Turmhügel Roßbach liegt in der Gemarkung Bärndorf nahe der Gemeinde Chamerau im Landkreis Cham in der Oberpfalz. Die abgegangene Turmhügelburg, auch Motte genannt, thront zehn Meter über der Einmündung des Roßbaches in den Regen. Heute ist die ehemalige Burgenanlage als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6742-0005 im Bayernatlas verzeichnet. Die erhaltenen Reste der Anlage zeigen lediglich ein abgeflachtes Plateau mit einem Durchmesser von etwa 30 Metern. Ursprünglich von einer Wall- und Grabenanlage umgeben, wurden diese Spuren im Zuge des Bahnbaus im Jahr 1892 weitgehend beseitigt. In den 1970er Jahren wurden die verbliebenen Strukturen eingeebnet und überbaut.

Die Burg wird erstmals im Zusammenhang mit den Herren von Roßbach erwähnt, die vom frühen 12. bis ins 13. Jahrhundert nachgewiesen sind und als Ministeriale der Markgrafen von Cham gelten. Später gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Hund, die im Jahr 1500 von Herzog Albrecht IV. mit der Anlage belehnt wurden. Obwohl heute nur noch geringe bautechnische Spuren der Burg erhalten sind, bleibt der Turmhügel ein wichtiger archäologischer und historischer Bezugspunkt der Region.

Der Standort des Turmhügels befindet sich in unmittelbarer Nähe zum sogenannten Kreuzfelsen am Roßberg, einem beliebten Wanderziel mit einer markanten Felsformation und einer kleinen Kapelle. Über einen Rundweg, der am Bahnhof von Chamerau beginnt, führt der Weg bergan in den Wald hinein, vorbei an landschaftlich eindrucksvollen Felsen und dem „Steinernen Häusl“, einer natürlichen Felshöhle. Der Weg zum Kreuzfelsen ist auch für Familien mit Kindern geeignet und bietet mehrere Erholungsmomente sowie einen beeindruckenden Ausblick auf Chamerau und das Regental. Die Wanderstrecke ist etwa 5,5 Kilometer lang und überwindet rund 260 Höhenmeter. Am Gipfel laden eine Ruhebank und das Gipfelkreuz zum Verweilen ein.

Die Kombination aus historischem Burgstall und landschaftlich reizvoller Wanderung macht den Bereich um den Turmhügel Roßbach zu einem sehenswerten Ausflugsziel in der Region. Die nahegelegene Felsenlandschaft mit dem Steinernen Häusl und der Kreuzfelsen wird von Wanderern besonders geschätzt. Die einfache Erreichbarkeit vom Bahnhof Chamerau aus und die familienfreundliche Beschaffenheit des Weges tragen zur Beliebtheit des Gebietes bei. Mit einer Bewertung von 4,7 von 5 Sternen wird der Standort als lohnenswertes Kultur- und Naturdenkmal bewertet.

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